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Kommentar/Frittenwerk baut weiter aus

Gastronomie
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von artichox-Chefredakteur Christian Meyer
Frittenwerk landet einen Volltreffer mit seinen "handgemachten" Pommes frites - ein Lehrstück. Nimm ein herkömmliches Produkt und mach es richtig.  Beschränke Dich auf ein möglichst kleines Angebot - wie es beispielsweise McD, BK, KFC und Starbucks tun (klicken/wischen). Und: Mach es günstig, wobei wir die Erfolgsformel unseres Idols Erich Balmer (Balmer's Interlaken) zitieren: "Be cheap, be expensive, or be different". 

♣Für viele Gastronomen ist ihr Job die reinste Maloche, die Selbstausbeutung. Pleiten ohne Ende in der Banche sind das Resultat - die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, selbst "Corona-bereinigt" ist die Gastronomie berüchtigt für hohe Insolvenzraten. Dabei könnte das Gastronomenleben so schön sein. Indessen, erstaunlich wenige Einzelbetriebe schaffen es, die ersten fünf Jahre zu überleben  - im Gegensatz dazu sind Restaurantketten weltweit auf dem Vormarsch. Das heisst nicht, dass der Kleingastronom a priori auf verlorenem Posten ist. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er mit seinem inhabergeführter Betrieb seine Stärken - etwa die persönliche Betreuung -  bewusst ins Feld führt und beispielsweise die modernen Instrumente wie Social Media geschickt nutzt, hat er sogar gewichtige Vorteile gegenüber Grossbetrieben.
Bei einem Erfolgskonzept fängt alles mit einer cleveren Speisekarte an, für Gastronomen der Dreh- und Angelpunkt, das wichtigste Marketinginstrument. Alles weitere muss sich danach richten. Das muss immer wieder betont werden: Standort, Betriebsgrösse, Einrichtung, Auftritt, und und und. 
Wer sich verzettelt, kein klares Profil zeigt und am Publikumsgeschmack vorbei produziert, hat mehr denn je keine Chance. Und dieser Geschmack ist eben Geschmackssache, im wahrsten Sinne des Wortes. Nach einem Bier sind bei Gästen eben manchmal  alle guten Vorsätze verflogen, statt Salätchen sind plötzlich möglichst fettige und salzige Speisen das Objekt der Begierde. Und dann gibt es noch das junge, urbane Ausgehvolk, das sich ohnehin keine Sorgen um sein Gewicht machen muss.
Dies alles ist Öl in die Kessel der sich rasend schnell ausbreitenden Frittenbude:  Handgemachte Pommes frites gibts bei Frittenwerk für wenig Geld. Mit oder ohne "Beilage", etwa kanadische "Poutine" (Bratensauce und Käse), Veganes, Pulled Pork und Currywurst. Im September öffnet in Münster der Fast-Casual- Betrieb Nummer 17  der Gründerin My Skendo die Pforten. Mehr...

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Mehr über Pommes frites und Pommes aus dem Automaten..

 Brüssel ist die Pommes-frites-Hauptstadt. Mehr...

Das Angebot kommt an: Handgemachte Pommes frites gibts bei Frittenwerk für wenig Geld. Mit oder Beilage, etwa kanadische "Poutine", Pulled Pork, Bratensauce und Currywurst. In Dortmund öffnete in diesen Tagen Fast-Casual- Betrieb Nummer 9 die Pforten. Mehr...

Die Kette Frittenwerk bietet "handgemachte", vor Ort hergestellte Pommes in verschiedenen Variationen. Das Geschäft scheint zu florieren. Frittenwerk betreibt bereits Lokale in Aachen, Köln, Frankfurt und Düsseldorf. Mehr...

McD USA testet "All you can eat" - mit Pommes frites. Bewährt sich das Angebot im Pilotbetrieb im US-Bundesstaat Missouri, können Gäste künftig Pommes futtern, so viel sie wollen. Was sagen wohl besorgte Eltern zu diesem Angebot? Ist das Ganze am Ende nur ein wohldurchdachter Werbegag, der McD weltweit Schlagzeilen bringt? Mehr über die Fritten-Offensive...

 "Edelfritten" auf dem Vormarsch. Edelburger und De-Luxe-Glace sorgen mancherorts für Menschenschlangen vor den Lokalen. Auch nach allen Regeln der Kunst hergestellte Pommes Frites erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Frittenwerk, seit rund anderthalb Jahren in Düsseldorf tätig, eröffnet in diesen Tagen in Köln einen zweiten Betrieb. Auf der Speisekarte: Hausgemachte Pommes mit Zutaten, die über das übliche "Weiss-Rot" hinaus gehen. Mehr...

Pommes&Brüssel. Hören manche EU-Gegner das Wort Brüssel, verspüren sie ein flaues Gefühl im Magen. Doch Brüssel ist zumindest eine Gastronomie-Trendreise wert. Brüsseler Pommes frites sind weltberühmt. Lange Zeit tobte ein Streit um die Frage, welche Nation sich als Erfinder dieser Kalorienbombe  betrachten darf. So behaupteten die Franzosen, bereits während der Revolution 1789 unter den Brücken von Paris Kartoffelstäbchen gebraten zu haben. Sie trugen damals angeblich den Namen der ältesten Pariser Brücke: Pommes Pont-Neuf. Mittlerweile dürfen sich jedoch die Belgier als Erfindernation fühlen. Denn: Älter datierte Quellen nennen die Fischer der belgischen Städte Namur, Huy und Dinant an der Maas als Urheber. War der Fluss zugefroren und kein Fischfang möglich, sollen einst Findige statt Fisch Kartoffelstäbchen frittiert haben.
Man erkennt die Qualität der Pommes in Brüssel an der Länge der Menschenschlange vor dem Tresen. Zehn Meter sind bei "Frit Flagey" keine Seltenheit. Dafür bekommt man dann aber auch perfekte Pommes, die mehrfach hintereinander kurz frittiert wurden, damit sie innen durch und außen kross sind. Die bekannteste Bude steht am Place Jourdan, am Rand des Europaviertels. Seit 1948 wird hier gebrutzelt. Doch auch ein Blick in die Gourmet-Fast-Food-Betriebe ist lohnenswert. Mehr...

Ueli Maurer,"der Mann der niemals aufgibt": Der Namensvetter des Schweizer Bundesrates will seine Mission nach Jahren der Entbehrung endlich zu Ende führen. Ein wichtiges Teilziel ist erreicht: Einer seiner Automaten läuft an der Front, spuckt regelmässig Fritten aus - und erfreut Gross und Klein. Mehr...

Wien: BK lanciert Pommes mit 30 Prozent weniger Fett. Nach der Einführung in den USA nun auch bei BK Österreich:  "Satisfries",  neue, "gesunde", fettreduzierte Pommes Frites bei gleichbleibendem Geschmack - so das Versprechen. Die "Satisfries" feiern Europa-Premiere. Mehr..

Burger King USA: "Satisfries" - Kalorienreduzierte Pommes frites in der Kritik der Konsumentenorganisationen

USA: BK mischt neu im Diät-Markt mit -  "Satisfries" lanciert

.Schon wieder ein Flop! Unglaublich - Ueli Maurer, Bauer, Unternehmer, Erfinder und Namensvetter des amtierenden Schweizer Bundesrates muss  erneut einen herben Rückschlag einstecken. In einem früheren TV-Beitrag erlitt sein Pommes-Automat bereits eine Panne. Beim späteren Pressetermin streikte die Vorführmaschine erneut - Kurzschluss. Die Medienleute zogen mit knurrenden Mägen von dannen. Dabei wiederholt sich die Geschichte. Vor rund zehn Jahren ereilte ein Jungunternehmer dasselbe Schicksal - Pannen über Pannen bei Präsentationen. Mehr...

 USA: BK mischt neu im Diät-Markt mit -  "Satisfries" lanciert

Chinesische Firma Beyondte bietet Pommes-Automat an

Currymax: Studenten entwickeln Currywurst-Automat

Wallisellen/Zug: Bauer Ueli Maurer (Namensvetter des aktuellen Schweizer Bundespräsidenten) hat Geschäftspartner in Zug gefunden, um seinen selbst entwickelten Pommes-Automaten weltweit zu vermarkten. Inzwischen wird jedoch schon ein Konkurrenzmodell in China gefertigt (siehe unten). Pikant: In der Vergangenheit haben verschiedentlich Interessenten aus China bei Maurer angeklopft. Mehr...

Endlich ein Pommes-Automat, der läuft! In Belgien! Kein Wunder - dort soll man die kleinen Kartoffelstäbchen auch erfunden haben. Na ja, behaupten belgische Frittenbudenbesitzer jedenfalls. Wir halten uns vorsichtshalber an das Sprichwort: Eine gute Idee hat viele Väter...
Zurück zu den kleinen Objekten der Begierde: Jahrelang haben hierzulande und auch in Kanada erfahrene Techniker nach Lösungen gesucht - und sich die Zähne an einer zuverlässig funktionierenden Pommes-Maschine ausgebissen. Jetzt kommt eine aufgeweckte Frau namens Tuline Bey und übernimmt den Vertrieb eines in China gefertigten Geräts, das leidlich funktionieren soll.  Frites-Liebhaber indessen bezeichnen den Geschmack des Endproduktes als eher mässig.  Mehr...

Pommes frites aus der Wunderkiste -  24 Stunden nonstop. Schon einige Firmen haben viel Geld in ähnliche Projekte verlocht: Die Pommes aus dem Automaten. Auch ein Schweizer Bauer aus Wallisellen - er heisst Ueli Maurer wie der aktuelle Bundespräsident - beschäftigt sich seit zehn Jahren mit den Tücken des Objekts. Das Video...