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Wed, Nov

Albert Adrià im Interview

Leute, Forts.
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Ferràn Adrià wirkte während Jahren als Chef des mehrfach als weltbestes Restaurant bezeichneten El Bulli an der Costa Brava (seit 2011 geschlossen, Wiedereröffnung unsicher, nach einigen Quellen 2018).  Nun arbeitet er eher hinter den Kulissen im "Bullilab", während sich Bruder Albert mehr und mehr in den Vordergrund schiebt und mehrere Betriebe in Barcelona und anderswo führt. Das Interview mit Albert Adrià...

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Verdächtig ruhig ist es geworden in den Medien um Meerwasserschaum und Melonenkaviar. Und auch das Interesse des Publikums an der Avantgardeküche scheint nachzulassen - wie an einem oft gespielten Theaterstück.Obwohl beispielsweise einer der berühmtesten Molekularköche, Ferran Adrià, stets auf volle Bücher hinweist. Trotzdem schliesst das "El Bulli" in Rosas Ende Saison. Künftig geht es mit Tapasrestaurant und Cocktailbar in Barcelona weiter. In erster Linie dürften es wohl Renditeüberlegungen sein, die Adrià zum Umdenken gebracht haben: Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Spitzengastronomen kaum Geld verdienen. Trotz exorbitanter Preise wird ein grosser Aufwand betrieben, der in der Molekularküche noch um etliches höher liegen dürfte. Auch Juan Amador, ein bekannter Schüler Adriàs, macht sein "Amador" in Langen dicht und setzt in Mannheim ebenfalls auf einen Neuauftritt. Selbst wenn sich die Kritiker bestätigt fühlen, und eine Vielzahl von Molekulargängen künftig wohl weniger Liebhaber findet, brachte kaum eine andere Richtung mehr Impulse für die Kochkunst als die Molekularküche.