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Kommentar/Delivery: Lily's boomt auch nach der Pandemie

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Bild: Lily's Zürich-Badenerstrasse - brummendes Asia-Restaurant mit hohem Delivery-Anteil und durchdachter Andockstelle für  betriebseigene Kuriere
von artichox-Chefredakteur Christian Meyer (aktualisiert am 18.07.2022)
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 ♦Die Pandemie klingt ab - der von Virologen befürchtete Herbst 2022 bleibt voraussichtlich aus - hoffen wir zumindest alle. Der Delivery Boom indessen bleibt. Sich besonders wie jetzt bei Gluthitze bekochen und das Essen nach Hause liefern zu lassen, gehört zu einer während der Pandemie liebgewonnenen Konsumgewohnheiten der Städter. Etwa so wie Online-Bestellungen bei Lebensmitteln und Elektronik. Ist Delivery/Essenslieferung/Take-away/Abholung oder gar eine „Virtual Kitchen“ (Ghost, Dark Kitchen, s, unten) eine valable Alternative zum traditionellen Geschäftsbetriebe eines Restaurants? Soll man jetzt noch einsteigen? Kommt auf die Betriebsstruktur an. Ein Asia-Restaurant kann sich beispielsweise ohne grosse Anpassungen sofort umstellen. Fleisch und/oder Gemüse in pikanter Sauce, Reis aus dem Kochautomaten dazu - da braucht es nur noch die passenden Behälter und den Lieferdienst (der in der Anfangsphase einer Lieferplattform anvertraut werden kann).  Hat das Restaurant einen guten Ruf, genügt etwas Werbung auf der Website und auf Social Media, damit die Stammkundschaft per Telefon oder online bestellt. Mund-zu-Mund-Werbung besorgt den Rest. 
Traditionsbetriebe indessen dürften sich ausgesprochen schwertun mit der Umstellung. Oder es kann sogar  aussichtslos sein. Nämlich dann, wenn der Betrieb Spezialitäten jenseits der Beliebtheits-Hitparade auf der Karte hat, oder die sich für Delivery nicht eignen. Wer will sich schon kalte oder matschige Pommes liefern lassen? Oder wenn bereits mächtige Player den Markt beherrschen, etwa im Pizza- oder Burgersektor.  Oder wer der Laufkundschaft an Peripherielage Gourmet-Häppchen anbieten will.
Ist innert nützlicher Frist genügend Umsatz zu generieren? Die Frage der Wirtschaftlichkeit müssen Gastronomen genau abwägen. Und auch hier stellt sich, wie bei fast jedem Business, die wichtige Frage des Standortes. Idealerweise lassen sich Virtual Kitchen-Projekte in günstigen Lokalitäten in Gross-Agglomerationen realisieren. Im Fall Schweiz bleiben da wohl nur drei bis vier: die Regionen Zürich, Basel, Genf-Lausanne und allenfalls noch Bern. (c) 2022, Christian Meyer

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Was sind Virtual Kitchen? Mehr in englischer Sprache - nutzen Sie Google Translation...

Einige Dinge werden nach der Pandemie nie mehr sein wie zuvor. Etwa die Vorbereitungen der einzelnen Staaten auf das nächste gefährliche Virus: Das Anlegen von Pflichtlagern bzw. Eigenversorgung in Sachen Schutzmaterial. In den Fokus rücken auch bestimmte militärische Vorkehrungen gegen einen künftig möglichen Bio-Krieg. (wischen/klicken). Oder dass der „coronabedingte“ Camping- und Wohnmobil-Boom weitergehen wird. Schliesslich haben viele Reisefreudige teure Anschaffungen gemacht, die amortisiert werden müssen. Oder dass man zu Grippezeiten weltweit im öffentlichen Verkehr Hygienemaske tragen wird. Das ist in diversen asiatischen Ländern  seit vielen Jahren selbstverständlich. Ferner: Home-Office und Home Schooling für gewisse Branchen und Bereiche. Oder Video-Konferenzen für Meinungsmacher, Firmen und Institutionen  hektischer Herumreiserei. Die Hard- und Software in der Wirtschaft, Ämtern und Regierungen ist nun mal installiert. Die wird nicht so schnell wieder abgebaut. Und dies wird teilweise zu Lasten von Hotellerie und Gastronomie gehen.

Und auch dieses Thema muss auf den Tisch: Messen, etwa virtuelle Messen und Kongresse wie das WEF, sind voll dabei, digital aufzurüsten.  Nicht nur vom Messegeschäft lebende sowie spezialisierte Kongresshotels, sondern die ganze Tourismusbranche muss sich neu ausrichten. Die meisten Marktbeobachter und auch einige grosse Player haben es bereits erkannt. So bietet das grösste Hotel Deutschlands, das Berliner Estrel, mit seinem Estrel Congress Center (ECC)  die Möglichkeit, virtuelle Events in Szene zu setzen. Das neu geschaffene „Digital Studio“ ermöglicht die Realisation hybrider und volldigitaler Vorträge, Talks, Produktpräsentationen, Pressekonferenzen oder Konzerte, die direkt live und weltweit gestreamt werden können.

 

 

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