28.05.2024|Paella World Cup 2024 am 20. September in Valencia - Spanien. Profis bereiten das Nationalgericht auf dem Holzkohlegrill oder am offenen Holzfeuer zu (auf Titel klicken/wischen)
(Forts. ) 28.05.2024|aktualisiert Der vergnügliche Wettstreit rund um die flache Pfanne mit Reis und diversen Zutaten fördert nicht zuletzt das Image spanischer Produkte und den Tourismus. Während heute für das Wort Pfanne "sartén" gebräuchlich ist, ist der lateinische Ursprung "patella" für Paella unschwer zu erkennen. Das Nationalgericht kommt in unzähligen Varianten auf den Tisch - mit Zutaten verschiedener Fleischarten vom Hähnchen über Schwein und Lamm bis zu Muscheln und Krustentieren, Gemüse wie Tomaten, Erbsen und Gemüsepaprika sowie einer ordentlichen Portion Knoblauch und Safran.
Für die ursprüngliche Form braucht es einen Holzkohlegrill oder offenes Feuer, Paella-Reis (ähnlich wie Risotto-Reis), Tomaten, Gemüsepaprika, ein paar Erbsen, Knoblauch, Safran, erstklassige Bouillon und Kaninchen- sowie Pouletfleisch, letztere auf dem Holzkohlegrill angeröstet und in der flachen Pfanne fertig gegart. Alle andere seien "turistic"-Varianten, behaupten Puristen. Anyway.
Das Frankfurter "Grie-Soss"-Festival läuft schon. Wie wärs mit einem "Züri Gschnätzlets"-Contest oder "Bärner Rösti" Cup? Nur so eine Idee...
Mehr über den Paella-Day in Valencia...
Frühere Beiträge aus Spanien..
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Ferràn Adrià wirkte während Jahren als Chef des mehrfach als weltbestes Restaurant bezeichneten El Bulli an der Costa Brava (seit 2011 geschlossen, Wiedereröffnung unwahrscheinlich). Nun arbeitet er eher hinter den Kulissen im "Bullilab", während sich Bruder Albert mehr und mehr in den Vordergrund schiebt und mehrere Betriebe in Barcelona und anderswo führt. Das Interview mit Albert Adrià...
Verdächtig ruhig ist es geworden in den Medien um Meerwasserschaum und Melonenkaviar. Und auch das Interesse des Publikums an der Avantgardeküche scheint nachzulassen - wie an einem oft gespielten Theaterstück.Obwohl beispielsweise einer der berühmtesten Molekularköche, Ferran Adrià, stets auf volle Bücher hinweist. Trotzdem schliesst das "El Bulli" in Rosas Ende Saison. Künftig geht es mit Tapasrestaurant und Cocktailbar in Barcelona weiter. In erster Linie dürften es wohl Renditeüberlegungen sein, die Adrià zum Umdenken gebracht haben: Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Spitzengastronomen kaum Geld verdienen. Trotz exorbitanter Preise wird ein grosser Aufwand betrieben, der in der Molekularküche noch um etliches höher liegen dürfte. Auch Juan Amador, ein bekannter Schüler Adriàs, macht sein "Amador" in Langen dicht und setzt in Mannheim ebenfalls auf einen Neuauftritt. Selbst wenn sich die Kritiker bestätigt fühlen, und eine Vielzahl von Molekulargängen künftig wohl weniger Liebhaber findet, brachte kaum eine andere Richtung mehr Impulse für die Kochkunst als die Molekularküche.