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Sun, Mar

Fast Casual: Ende der Fahnenstange?

Gastronomie
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Bild: Southern Hospitality/Hells Kitchen NYC. BBQ und Smoked Meat, beispielsweise Pulled Pork Sandwich, scheint eine der wenigen wachstumsträchtigen Marktnischen zu sein

USA: Fast Casual (s.unten), das Paradepferd der Branche, profitierte jahrelang von überdurchschnittlichen Zuwachsraten. Doch so gehe es nicht weiter, schreibt etwa NRN-Autor Jonathan Maze. Die Fast-Casual-Blase sei am Platzen, Same-Store-Sales (Zahlen ohne Neugründungen) seien im Krebsgang.
Er nennt fünf Gründe: 1. Aggressive Wachstumsstrategie der Ketten führt zu Kannibalisierung.
2. Der Zwang zum Wachstum - Investoren, besonders Private Equity Groups, verlangen Return on Investment für die Riesenbeträge, welche in Fast-Casual-Ketten fliessen. Das heisst, Rendite auf dem Kapital muss her. Grössere Renditen sind nur durch Wachstum zu erreichen. Folge: Der Markt wird mit Konzepten geflutet, die, wie könnte es anders sein, bestehende Outlets konkurrenzieren.
3. Das sogenannte "Clustered Development": Der Trend, in sogenannten Lifestyle Center mit viel Konkurrenz zu investieren, statt  lukrative Standorte in Vorstädten und kleineren Orten ohne Mitbewerber zu suchen.
4. Marktriesen wie McD haben bessere Marketing-Resourcen, um Turnaround-Pläne umzusetzen. Beispiel: Die erfolgreiche Frühstücksoffensive gab den McD-Strategen Zeit für neue, langfristige Strategien. Kleinere Fast-Casual-Ketten tun sich da schwerer.
5. Fast-Casual-Ketten haben in den letzten 18 Monaten die Preise  in Erwartung steigender Löhne in aggressiver Weise erhöht, und dies trotz fallender Warenkosten. Mazes bemerkt dazu: Gäste bezahlen manchmal mehr, wenn die Qualität zunimmt - doch Preisbewusstsein ist die Regel. Mehr...

Vom Bauchladen bis zu Bocuse: Mehr über Fast Casual und weitere Restauranttypen...

 Frühere Nachrichten über Fast Casual...

Erste mahnende Stimmen: Die stürmische Entwicklung des Fast-Casual-Segments der letzten Jahre macht Börsianer vorsichtig. Der Trend zu frischen und regionalen Lebensmitteln in Fast-Casual-Restaurants sei ungebrochen und locke immer mehr Anbieter in den Markt, heisst es in Börsenkreisen. Traditionelle Ketten ziehen ihrerseits nach, stellen sich den veränderten Rahmenbedingungen und streben nach einem besseren Image. "Die wachsende Konkurrenz könnte den Kostendruck auf das Fast Casual-Segment erhöhen, was langfristig vermutlich zu Lasten der Produktqualität geht, " sagt etwa ein Analyst. Mehr...

 

USA/Welches Startup knüpft an die Erfolge der bereits legendären Chipotle-Kette an? Während grosse SB-Restaurantketten wie McDonald's Mühe bekunden, die Erfolge vergangener Jahre zu erreichen, verzeichnet ein Restauranttypus Grosserfolge: Fast Casual.  Dies ist artichox-Lesern hinlänglich bekannt. Die Mexican-Food-Kette Chipotle gilt mit inzwischen über 1600 Einheiten als Primus im Fast-Casual-Segment. Mehr über die Erfolgsfaktoren dieses Betriebstyps finden Sie weiter unten. Chipotle ist längst der Benchmark. Startups mit neuen Food-Ideen orientieren sich am Chipotle-Prinzip. Die Fachzeitschrift Restaurant Hospitality beurteilt die Chancen von sechs neuen Multi Units Operators," to become the next Chipotle". Ganz oben steht Southern Hospitality mit ihrem prominenten Mitgründer Justin Timberlake. Mehr...

Die Southern-Hospitality-Story und Justin Timberlake. Southern Hospitality plant Dutzende Neueröffnungen. Serviert werden typisch amerikanische BBQ-Spezialitäten. Popmusiker Justin Timberlake gilt als Investor der ersten Stunde. Im Bild Pulled Pork Sandwich im SH-Restaurant Hells Kitchen in N.Y.C. . Mehr...

Technomic: Die 500 größten Restaurant-Ketten der USA sind 2014 um 4 Prozent gewachsen und zwar auf ein hochgerechnetes Volumen von 274,4 Mrd. $.Die zwei größten Marken, nämlich Subway und McDonald’s, verloren etwas Umsatz und damit auch Marktanteile. Unit-Wachstum der Top 500: 2,2 % im letzten Jahr auf 220.000 Standorte.  4 der 5 größten Marken – McDonald’s, Subway, Burger King und Wendys agieren in stagnierenden Märkten. Starbucks legt dagegen ein Plus von 8,2 Prozent vor. USA: Fast Casual 2014 mit 12,8 % Umsatzwachstum  und Wendys – gekämpft. Starbucks dagegen ein Plus von 8,2 %. Die Stars im Gesamtgefüge waren Fast Casual-Konzepte, so Technomic. „Within fast casual, brands with a customisable menu that allows guests to build their own main dishes grew even faster than chains with standard made-to-order menu items. Fast-casual success stories also powered growth in several other limited-service sectors. The Mexican and Asian/noodle categories led the way with sales gains of 10.4 % and 10.2 %, respectively.
A burgeoning 'QSR-plus' sector, in which chains are finding a way to offer foods higher in perceived freshness and quality but without hitting fast-casual price points, is also driving growth. A group of QSR-plus brands that included Chick-fil-A, In-N-Out Burger, Culver's, El Pollo Loco, Potbelly Sandwich Shop, Pita Pit and Freddy's Frozen Custard & Steakburgers logged a collective 9.2 % sales gain in 2014.” Mehr bei tecnomic.com

Die 500 grössten Restaurantketten der USA. Mehr...

Fast Casual-Boom in den USA: Analysten warnen vor einer Blase. Diese Anmerkung betrifft vor allem US-Investoren, welche die IPOs der Newcomer finanziert haben.  Die Börsenkurse von Restaurantketten wie Potbelly, Habit Restaurants und Shake Shack haben  in der Folge auch kräftig zugelegt - bis zu 130 Prozent. Mehr...

USA: Fast Casual - die 100 erfolgreichsten Betriebe. Mehr...

Fast Casual - darunter die Edelburger-Anbieter und die "Grüne Fraktion" - mit überdurchschnittlichem Wachstum; Einbruch bei Branchenprimus McD. Mehr...

USA/Während grosse SB-Restaurantketten wie McDonald's Mühe bekunden, an die Erfolge vergangener Jahre anzuknüpfen, verzeichnet ein Restauranttypus Grosserfolge: Fast Casual.  Die Mexican-Food-Kette Chipotle gilt mit inzwischen über 1600 Einheiten als Branchen-Primus. Auch Panera Bread hat sich einem Auftritt "zwischen Fast Food und Casual Dining" verschrieben. Das heisst: Selbstbedienung (SB) mit qualitativ hochwertigen F&B-Angeboten, präsentiert in einer Atmosphäre sorgfältig inzenierter Frische. In moderneren Versionen der Betriebsart Fast Casual wird auch ein "gestyltes Outfit" eingesetzt, um ein weiteres typischen Merkmal dieses schnell wachsenden Segments zu nennen. Als prominentes Beispiel einer erfolgreichen Präsentation von Werten wie Frische, Authentizität und Foodqualität ist beispielsweise Vapiano zu nennen: Die Einrichtung der deutschen Pizza&Pasta-Kette wurde von Stararchitekt Matteo Thun entworfen. Eines der erfolgreichsten Gastro-Unternehmen aller Zeiten, Starbucks, oder auch Tibits, greifen auf Fast-Casual-Elemente zurück. Auch einige erfolgreiche Newcomer der "grünen Fraktion" setzen bewusst auf Fast Casual. Konsumhaltungen einer jungen und urbanen Kundengeneration, etwa  Bio, "Farm to Table"/Regionalität, Nachhaltigkeit, Vegan/Vegetarisch oder Solidarität mit der dritten Welt werden von oft sehr jungen Gründern geschickt in die Konzepte eingeflochten. Als Beispiel hierfür ist etwa das Zürcher Start-up "Gärtnerei"  oder in der krass alternativen Variante, "Frau Gerolds Garten" zu nennen. Fast-Casual-Konzepte waren bereits in der Vergangenheit überdurchschnittlich erfolgreich - und sie werden auch  den kommenden Jahren das dominierende Thema im Restaurant Business sein. Nicht nur in den USA: Auch in Europa tut sich einiges  in dem Segment, dem Vapiano, aber auch Konzepte wie Marché den Weg bereiteten. Fast Casual Dining - also schnellem, unkompliziertem und frischem Essen. Zusammengefasst: Frische wird gekonnt inszeniert, beim Brutzeln können die Kunden dem Koch oft direkt in die Pfanne schauen und holen sich ihr Essen in den meisten Fällen selbst. Fast Casual könnte man als Quick Service (Selbstbedienung/SB), gepaart mit Erlebnis und einer ansprechenden Innenarchitektur definieren.  Mehr...

Nicht nur in den USA ein Hit: Fast Casual. Mehr...

What Marketers Can Learn from the Fast-Casual Restaurant Boom. Mehr...

USA. Fast Casual  entwickelt sich überdurchschnittlich. Zum fünften Mal in Folge nahmen die Besuche in Fast-Food-Restaurants  zu. 2012/2013 (November 2012 - November 2013) haben die Besuche in Restaurants dieser Kategorie um 8 Prozent zugenommen. Ein starkes Plus setzt es auch bei Fine Dining ab, nämlich 6 Prozent mehr Besuche. Die  Kategorien Quick Service, Casual Dining sowie Midscale stagnieren oder sind leicht rückläufig. Mehr...

 

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