Berlin ist Halloween-Hochburg

usw.
Typography

 

Soll man jeden Schabernack  aus den USA nachäffen?  Der Tag vor Allerheiligen entwickelt sich ungeachtet dessen immer mehr zum Wirtschaftsfaktor - mit erheblichem Wachstumspotenzial. Das sind die Eckdaten für Deutschland, wobei es sich in Österreich und in der Schweiz anteilsmässig ähnlich verhalten dürfte:

  200 Millionen Euro Umsatz im Jahr mit Halloween
. 3 von 4 Familien in Deutschland feiern Halloween
. Ausgaben in den USA pro Familie 6,5-mal höher als in Deutschland
. Rückläufige Verkaufszahlen bei Kostümen (Umsatz 42 Mio. Euro)
. Verkaufsboom für Süßwaren (Umsatz 10 Mio. Euro)
. Berlin ist Halloween-(Party)-Hochburg

Seit gut zwei Jahrzehnten werden Ende Oktober auch in Deutschland vermehrt unheimliche Fratzen in Kürbisse geschnitzt und Süßigkeiten an kleine Geister und Monster verschenkt. Dabei ist Halloween weit mehr als ein kurzlebiger Trend aus den USA. Das Fest hat sich hierzulande zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt und fährt jedes Jahr 200 Millionen Euro ein. Trotz der respektablen Zahlen ist das klassische Grusel-Geschäft seit einigen Jahren leicht rückläufig. Deutsche geben weniger für Kostüme, dafür mehr für Süßes und vor allem für das Nachtleben an Halloween aus. Vexcash hat tiefer gegraben und in einer Infografik zusammengetragen, wie viel uns das Fürchten kostet.

Fallende Umsätze für Kostüme, steigende für Süßes und Kürbisse

Über 42 Millionen Euro werden im Jahr für Kostüme umgesetzt, ein rückläufiger Trend. Dagegen steigen die Zahlen in der Süßwarenindustrie. Hier werden mittlerweile 10 Millionen im Jahr umgesetzt - ein Plus von 66 Prozent. Auch der Absatz von Kürbissen stieg in den letzten Jahren immens. Deutsche Bauern ernteten zuletzt 70.000 Tonnen Kürbis. Spitzenreiter ist dabei das Bundesland Bayern, wo knapp ein Viertel des deutschen Bestands produziert wurden.

Amerikanische Familien geben 6,5-mal mehr an Halloween aus

Vernaschen, verkleiden, dekorieren. Besonders Familien mit jungen Kindern sind für das Fest der Hexen und Dämonen zu begeistern: Hier beteiligen sich 75% an gruseligen Aktivitäten. Pro Kopf werden in einer deutschen Familie 9,88 Euro an Halloween ausgegeben. In den USA sind die Investitionen für Hexenhüte und Co. mit 63,20 Euro 6,5mal höher.

Vom Familienfest zur Partyveranstaltung

Abgesehen von den Familien nutzen die meisten Halloween-Fans in Deutschland das Fest der Geister und Dämonen lieber als Partygelegenheit. Allein in der Halloween-Hauptstadt Berlin mit 84 Prozent Grusel-Fans veranstalten über 35 Clubs eine gruselige Motto-Party und investieren in professionelle Make-up-Stylisten, Dekoration und schaurige Getränke und Snacks. Deutschlandweit erleben Taxifahrer eine der umsatzstärksten Nächte nach Silvester und den Karnevalstagen.

Sämtliche Zahlen und Fakten zum Thema "Horror und Halloween" finden Sie in der folgenden Infografik:
https://www.vexcash.com/blog/halloween-umsatz-deutschland

 Frühere Nachrichten über die Party- und Clubszene...

Crossover-Konzepte (Chamäleon-Konzepte, Hybridkonzepte, Multifunktionskonzepte, wandelbare Konzepte) federn Risiken ab. Bekanntlich sind Nachtclubs eine Hochrisikogeschäft - nicht nur Moden, sondern auch Discos kommen und gehen. Nur ganz wenige Lokale können sich in dieser volatilen, von vielen Faktoren abhängigen Szene über Jahre behaupten. Warum also nicht den Markt testen und versuchen, die bestehende Infrastruktur  besser auslasten? Der bekannte Zürcher Gastrounternehmer Rolf Hiltl hat deshalb vor einiger Zeit im Stammhaus nahe der Bahnhofstrasse Vorkehrungen getroffen, damit er seine Bar nach den abendlichen Essenszeiten in einen Club verwandeln kann. Nun will er das offensichtlich erfolgreiche Unterfangen auf weitere Hiltl-Betriebe ausdehnen. Mehr...

Mehr über Chamäleon- oder Hybridkonzepte...

Die internationale Clubszene blickt nach Ibiza: Dort macht das kürzlich eröffnete Crossover-Konzept aus Club, Top-Restaurant und Performance namens Heart von sich reden. Mit von der Partie ist Superstar Ferran Adrià, dessen Bruder Albert und der Cirque du Soleil von Guy Laliberté. Mehr...

Baur au Lac, Zürich. Einer der ältesten und legendärsten Clubs in Zürich schliesst Ende April 2016 seine Tore. Der frühere exklusive Memberclub und das ab 2012 für jeden zugängliche Tanzlokal des Club Baur au Lac’s, der „Club Diagonal“, öffnete seine Türen 1972 und war während Jahrzehnten das Inlokal der Zürcher Partyszene. Mehrere Generationen erinnern sich gerne an aufregende, gesellige und spannende Begegnungen. 
Die Besitzerin der Liegenschaft Villa Rosau AG mit Charles Roulet an der Spitze übergab 2012 das Clubmanagement an die Zürcher Gastronomen Marco Pero, Nicolas J. Maeder, Patrik Bruderer zusammen mit Tobias Gnehm. Diese führten bis Ende 2013 regelmässige Anlässe und ab dann noch einzelne spezielle Clubevents durch. Im Mai 2016 wird die Villa Rosau AG parallel mit dem Neubau für ein neues Geschäftshaus auf dem Parkplatzareal die herrschaftliche Villa Rosau und den Club Baur au Lac einer kompletten Sanierung unterziehen. Dabei werden die Räumlichkeiten des Clubs Diagonal zur Küche für den Restaurationsbetrieb des exklusiven Clubs Baur au Lac umgebaut. (pd)

"Kapitel", Bern. Multifunktionaler Betrieb bewährt sich nicht in der Praxis. Wir von artichox nennen diese Konzepte auch "Chamäleon-Betriebe". Und es ist interessant, die Entwicklung des durch Auszeichnungen landesweit bekannten Berner Kapitels zu vefolgen. Vom ursprünglichen. vor rund fünf Jahren entworfenen Konzept Restaurant - Club - Disco nehmen die Betreiber jetzt Abschied. Per Mitte Juli stellen die Kapitel-Inhaber den Restaurantbetrieb ein. Es dürfte das erste und einzige Restaurant in der Stadt Bern sein, das ohne finanzielle Not geschlossen wird. Denn über zu wenig Gäste konnten sich die Wirte weder mittags noch abends beklagen. Mit Reto Wälti, der im Arcadia in Ittigen 14 «Gault Millau»-Punkte erkocht hatte, hatten die Betreiber einen namhaften Küchenchef verpflichtet.  Warum also die Schliessung des Restaurants? «Am Anfang war es aufregend, die drei Kerngeschäfte des Betriebs aneinander vorbei zu koordinieren», sagt Co-Geschäftsführer Diego Dahinden. «Doch in letzter Zeit hatten wir den Eindruck, dass sie sich gegenseitig in der Entwicklung blockieren.» Im Klartext: Auch wenn es viele Essensgäste schätzten, mit geschenktem Stempel nahtlos in die Tanznacht übergehen zu können – ausgedehntes Dinieren war im Kapitel nicht möglich. Aufwendige Dekorationen für den Club mussten die Betreiber unterlassen, um den Restaurantbetrieb nicht zu behindern. Der Aufwand der Umräumarbeiten – DJ-Pult einrichten, Stühle verschwinden lassen, Tische wegräumen – nahm täglich viel Zeit in Anspruch. Mehr...

Der Fortbestand dreier Basler Clubs scheint vorerst gesichert. Die Finanzierung des «Kuppel»-Neubaus wird durch Private ermöglicht; das «Nordstern» bleibt in Basel und das «Schiff» soll näher zur Dreirosenbrücke rücken: In der Basler Club- und Gastroszene kommt einiges in Bewegung. Strippenzieher ist immer der Gleiche: Der Basler Gastro-Unternehmer Simon Lutz. Mehr...

Heart Club Ibiza: Prominente Namen. Die jüngste Neugründung auf Ibiza ist ein Club-Restaurant namens Heart. Und die hat es in sich. Die Idee des Clubs: ein dreifaches Erlebnis aus Essens, Tanz- und Musik. Die Macher im Hintergrund: Albert und Ferran Adrià, die Chefköche, die für ihr mit drei Michelin-Sternen dekoriertes Restaurant elBulli berühmt geworden sind und Guy Laliberté, der Gründer des Cirque du Soleil. Mehr...

Die "Hybriden" kommen! Oder man kann sie auch Chamäleon-Lokale nennen.  Morgens Kaffee und ausgiebiges Frühstück, mittags Pizza, weiteres Käse- und Fruchtgebäck, nachmittags monströse Kaffee-Kuchen-Combos, abends gehts von neuem mit Pizza los - die US-Kette Corner Bakery als Hybrid-Betrieb-Kette hat es drauf und erarbeitet Jahr für Jahr eine solide Rendite. Warum nicht noch am späteren Abend bei gedämpftem Licht und geeignetem Sound die Cocktails schütteln? So weit sind die Corner-Bakery-Leute noch nicht. Doch genau dies will jetzt Felix Daetwyler vom gleichnamigen Café in Zürich: Spätabends soll das "Felix" zum Nachtlokal werden. Eine Handvoll agiler Zürcher Wirte haben bereits Erfolg mit Multi-Konzept-Betrieben. Allerdings sind attraktive Veranstaltungen unerlässlich, um das Partyvolk zu gewinnen. Mehr...