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TV SRF: "Mini Beiz - dini Beiz" wird abgesetzt

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Zürich. Seit 2014 flimmert die SRF-Gastro-Unterhaltungssendung «Mini Beiz, dini Beiz» über die Bildschirme – doch jetzt kommt das Aus. Es gebe keine neuen Restaurants mehr, das Potenzial sei ausgeschöpft, heisst es bei SRF. Dabei bringt das Format des Schweizer TV-Senders locker die doppelte Zuschauerzahl (235 000) als etwa "Schawinski". Und: Diese Sendung bot selbst erfahrenen Gastronomen viel Anschauungsunterricht.
Manche Passiv-Seher werden jedoch aufatmen, vor allem wenn Mitbewohner zu Hause die Hoheit über die Fernsteuerung beanspruchen. Und man so gezwungen ist, mitzuhören. Je nach Teilnehmerfeld mehr oder weniger unprofessionelle Urteile über die Menus, nicht enden wollende, nervtötende "Bussi hier, Bussi da"-Begrüssungsszenen, der aufdringliche Tonfall der Stimme aus dem Off: All dies gehört ab Januar 2019 der Vergangenheit an. Trotzdem, es ist schade. Mängel hin oder her -  diese Sendung hat viel zum Ansehen der Schweizer Gastronomie beigetragen. Das haben wir bei aller Kritik am Format auf dieser Plattform immer wieder betont. Die Leistungen des Teams insgesamt verdienen deshalb eine Würdigung. Und vielleicht wird man am Leutschenbach bei Sendern im Ausland fündig. Das ist keine Aufforderung, Ideen für ein neues Format abzukupfern  - das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten. Mehr über das Ende der Sendung..

Frühere News zu TV-Serien und Filmdrehorten...

Seit 2014 flimmert die SRF-Gastrounterhaltungssendung «Mini Beiz, dini Beiz» über die Bildschirme – kürzlich  wieder im Kanton Luzern. Die Auswahl der Restaurants gibt Anlass zu Spekulationen bei Gastroexperten, die das Format scharf kritisieren. Ausserdem brauchen Dauergucker ein robustes Nervenkostüm - siehe unten. Trotzdem: Anschauungsunterricht wird auch Profi-Gastronomen geboten -  Konzept, Auftritt der Gastgeber, Dekoration/Restaurant Design, Menuwahl und Plating bieten viele Anregungen. Mehr...

Zürich. Die Kritik an der SRF-TV-Sendung "Mini Beiz, dini Beiz" wird lauter. Gründe dafür gibt es genug. Da wäre etwa der Tonfall des Sprechers, der manchen Leuten zunehmend auf den Ticker geht. Oder das nervtötende  "Bussi hier, Bussi da"-Gehabe, die nicht enden wollenden Begrüssungsszenen der Teilnehmenden. Man weiss doch, dass sich alle lieb haben - und hintenrum bei der Punktevergabe tricksen. Doch Journalist und Autor René Hiltbrand hat noch ein paar andere Gründe, die ihn stören. Schade, das Ende der Serie ist absehbar. Dabei hat die Sendung viel Positives, und die Schweizer Gastronomie insgesamt hat wohl profitiert. Mehr.. 

Süddeutsche und Österreicher werden ahnen, worum es geht: "A Boazn" oder "Beisl" heisst in der Schweiz "Beiz". Unter dem Titel "Mini Beiz, dini Beiz" (Mein Restaurant, dein Restaurant) laden jeweils Stammgäste vier Mitbewerber in ihr Lieblingsrestaurant ein. Bewertet wird das Gebotene aus Küche und Keller nach einer Skala von  1-10. Auch für gestresste Fachleute sehenswert. Unwichtige Sequenzen, etwa je nach Teilnehmerfeld langfädige Reden und nervtötende "Bussi hier, Bussi da"-Szenen, können auf dem SRF-Portal übersprungen werden. Es wird Schweizerdeutsch gesprochen.  Mehr...

Glückstreffer! Mancher geplagte Hotelier wird still seufzen, wenn er hört, dass ausgerechnet das berühmte Wiener Hotel Sacher Schauplatz einer TV-Serie wird. Das waren noch Zeiten, als Bond-Filmregisseure quasi gratis Werbung für das Ferienland Schweiz machten! Heute sieht dies ein wenig anders aus (s.unten). Das Kult-Hotel Sacher in Wien ("Hallo Hotel Sacher, Portier" mit dem legendären Schauspieler Hans Moser) war schon früher Mittelpunkt einer Verfilmung und dürfte wieder Jahre von der erneuten Gratiswerbung profitieren. Nur: Dem Glück kann man auf die Sprünge helfen (s.unten). Mehr über die neue TV-Serie...

Was sich gegenwärtig in der Stadt Albuquerqe in New Mexico abspielt, ist wohl nur in den USA möglich: Tausende hartgesottene Fans der TV-Serie "Breaking Bad" aus aller Welt pilgern in die 550 000-Einwohner-Metropole, um Original-Drehorte zu besichtigen. Die zur Story passenden, dramatisch inszenierten Shows sollen inzwischen zu den wichtigsten Einnahmequellen der Stadt gehören - ein willkommender Zustupf auch für die örtliche Hotellerie und Gastronomie. Auch die Schweiz hätte da einiges an ungenutztem Potenzial. Die ersten 007-Filme waren auf die Schweiz abonniert, man denke an die Szenen in  "Goldfinger" (Bild) am Rhonegletscher. Die Schilthorn-Bahnen haben als einstiger Drehort des Streifens "Im Geheimdienst ihrer Majestät" am "Piz Gloria" immerhin eine interaktive Show aufgezogen - mit gutem Erfolg . Mehr über Breaking Bad und Albuquerque...

Bollywood: Die Schweiz ist zu teuer! Wegen des Frankenschocks machen indische Filmteams neuerdings einen Bogen um die Schweiz. Attraktive Berglandschaften kann man auch anderswo in den Alpen in den Kasten holen. Beispielsweise in unserem östlichen Nachbarland. Ob wohl die Avancen der "ewigen Rivalen" aus Österreich endlich Früchte tragen? Bekannt ist nur dass sich österreichischen Tourismusleute intensiv und professionell um indische oder auch amerikanische Filmteams bemühen. Schweizer Kurorte wie Mürren (James Bond/Piz Gloria) sind früher mehr oder weniger durch Zufall zu Drehorten auserkoren worden. Das ist längst vorbei. Heute werden Filmproduzenten im Sinne von Product Placement intensiv bearbeitet, wie es beispielsweise auch Uhren- und Autofirmen praktizieren. Nun schlagen Schweizer Tourismusverantwortliche Alarm und verlangen Geld vom Bund, um das verlorene Terrain wieder zurückzuerobern. Mehr...

 

Schweizer Luxushotels - heiss geliebt von Milliardären aus aller Welt. 89 Hotels der obersten Luxusklasse werden in der Schweiz gezählt. Eine Studie der Fachhochschule Westschweiz (Hes-SO) in Siders hat sich jetzt erneut mit der Besitzstruktur dieses für den hiesigen Tourismus so wichtigen Segments beschäftigt. Wem die Leuchttürme der Schweizer Hotellerie gehören und wie dynamisch dieser Markt ist, hiess die Fragestellung. Eine der wichtigen Erkenntnisse: Der Anteil der ausländischen Investoren ist nochmals angestiegen und beträgt jetzt geschätzte 46 Prozent. Vor zwei Jahren waren es noch 40 Prozent gewesen. Mehr...

 

Was haben Milliardäre wie Bertarelli, Ecclestone, Schmidheiny, Schwarzenbach und der Emir von Katar gemeinsam? Ein Faible für Luxushotels.  Mehr...