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CH/Expo 2027: Bestehende Infrastruktur nutzen

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Sinn-Bild: Wolke Blur, Schweizer Expo 02, Yverdon                     

Welche Alternativen bieten sich nach den gescheiterten bisherigen Expo-2027-Projekten? Eine "Landesausstellung der Städte". Bei aller Bescheidenheit  - wir von artichox haben diese Idee schon im Juni 2016 angeregt. Wir schrieben: "Als günstige Alternative bietet sich eine unspektakuläre, mitunter auch etwas spröde Lösung an: Man könnte die Expo 2027 in Messehallen, Stadien, Kongress- und Konzertsäle sowie öffentliche Räume  (Parks, etc.) verlegen. Die traditionellen Messeplätze Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern und Zürich würden beispielweise ihre technisch hochstehenden Infrastrukturen während der Sommermonate perfekt auslasten. Im Zeitalter von gescheiterten oder sündhaft teuren Grossprojekten wie die Flugzeugbeschaffung der Schweizer Armee, BER (Flughafen Berlin-Brandenburg) oder die Elbphilharmonie drängt es sich geradezu auf, den Gegenbeweis zu liefern". Eine gute Idee hat bekanntlich viele Väter. Umso besser, dass sich zehn Schweizer Stadtväter und -mütter der Idee angenommen haben. Jetzt wird eine "Projektskizze" ausgearbeitet. Mehr...

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 Frühere Nachrichten zu Expo 2027...

Zürich/Brisanter Vorschlag: Der Verein X-27 schlägt den Flugplatz Dübendorf bei Zürich als Schauplatz der nächsten Landesausstellung vor. Das Projekt dürfte bei den Anrainergemeinden auf offene Ohren stossen. Volketswil, Dübendorf und Wangen-Brüttisellen lehnen Pläne des Bundes ab, den Militärflughafen vermehrt für die Geschäftsluftfahrt zu nutzen. Mehr...

Na also. Bei aller Bescheidenheit  - wir von artichox haben diese Idee schon im Juni 2016 nach dem Aus der Expo 2027 Bodensee-Ostschweiz angeregt (s.unten).  Nun lancieren die zehn grössten Schweizer Städte das Projekt, gemeinsam eine nächste Schweizer Landesausstellung zu organisieren, über alle Landesteile und Sprachgrenzen hinweg. Die Städte könnten dabei ihre Erfahrungen mit Grossanlässen und die vorhandene Infrastruktur - etwa Messehallen -  für eine solche Generationenveranstaltung nutzen. Und: Im Zeitalter von gescheiterten oder sündhaft teuren Grossprojekten wie die Flugzeugbeschaffung der Schweizer Armee, BER (Flughafen Berlin-Brandenburg), die Elbphilharmonie oder der Bahnhof Stuttgart drängt es sich geradezu auf, den Gegenbeweis zu liefern. Mehr...

Die Ostschweiz muss ihre Träume von einer eigenen Landesausstellung wohl begraben: Sowohl die Thurgauer als auch die St.Galler Stimmberechtigten lehnen die Planungskredite von drei respektive fünf Millionen Franken für die Expo 2027 ab. Nur am Rande sei vermerkt, dass Appenzell Ausserrhoden seinen Anteil bereits genehmigt hat. Immer mehr Stimmberechtige in den Neinsager-Kantonen glauben offenbar, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung von einer Expo am Bodensee profitieren würde. Ist die Zeit für eine grosse Landesschau ohnhin abgelaufen? Sind solche Anlässe Dinosaurier (s.unten)? Kleingeister! Gerade im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung werden vielleicht dereinst Stätten der Begegnung - offline - wie man so schön sagt, an Bedeutung gewinnen.
Welche Alternativen bieten sich nach dieser Niederlage für den Bodensee-Tourismus samt Gastronomie und Hotellerie an? Springen die Westschweizer Kantone rund um den Genfersee ein? Da müssten sich Genf, Waadt und Wallis finden. Oder schultern die Tourismuskantone Graubünden und Tessin die Aufgabe, im Alleingang, allenfalls im Verbund? Der Aargau hat sein Projekt beerdigt, Bern war bereits an der Expo 02 beteiligt und dürfte ebenfalls abwinken. Als günstige Alternative bietet sich eine unspektakuläre, mitunter auch etwas spröde Lösung an: Man könnte die Expo 2027 in Messehallen zu verlegen. Die traditionellen Messeplätze Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern und Zürich würden ihre technisch hochstehenden Infrastrukturen während der Sommermonate perfekt auslasten. Doch kommt bei so viel Dezentralisierung dereinst Landi-Stimmung auf? Mehr zum Volksentscheid vom 5. Juni....

"Landesausstellungen sind Dinosaurier". Man habe das Volk falsch eingeschätzt, sagte die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag. Die Aussage bezieht sich auf das Nein der Kantone St. Gallen und Thurgau zum Projekt einer Expo 2027 im Raum Bodensee-Ostschweiz. Die Abfuhr des Stimmvolks war unerwartet deutlich. Dieses sei, so NZZ-Korrespondent Jürg Krummenacher, dem Argument gefolgt, wonach Landesausstellungen «Dinosaurier» seien, ein Relikt vergangener Zeiten, deren hohe Kosten sich nicht rechtfertigen liessen. Das Nein aus der Ostschweiz sei auf die nationale Ebene zu übertragen. Und das heisst: Landesausstellungen haben keine Zukunft, weder in der Ostschweiz noch anderswo im Land. (NZZ)

Befürworter und Gegner kreuzen die Klingen. «Es ist nicht Staatsaufgabe, eine Party zu organisieren», argumentiert etwa SVP- Kantonsrat Toni Thoma. Und: «Eine Expo löst kein einziges unserer Probleme.» Das Geld würde gescheiter in Bildungsprojekte wie Informatikmittelschulen investiert. Doch die Befürworter appellieren an den Stolz der Ostschweizer. "Als Region wahrgenommen wolle man werden - und man wolle der übrigen Schweiz zeigen, dass die beteiligten Kantone den Mut haben, "das Projekt zu stemmen". Am  5. Juni 2016 wird abgestimmt. Mehr...

Expo-Abstimmung am 5. Juni 2016: St. Galler und Thurgauer Stimmbürger müssen die Planungskredite in der Höhe von fünf, beziehungsweise drei Millionen Franken sprechen. Gelingt es dem Thurgauer Gegenkomitee-Gründer Benjamin Kasper, dem Gewerbe, dem Tourismus, der Hotellerie und der Gastronomie einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen und die Expo 2027 abzuschiessen? Er glaubt zumindest, dass er auf Schützenhilfe zählen kann. «Es gibt mehr Expo-Gegner, als man denkt», sagt der ehemalige Präsident der Jungen SVP Thurgau. Das milliardenteure Kunstprojekt Expo stehe im Widerspruch zu den laufenden Sparprogrammen der beteiligten Kantone St.Gallen und Thurgau sowie des Bundes. Deshalb hat er ein Komitee gegründet, das die Landesausstellung in der Ostschweiz verhindern soll. Mehr...

Expo 2027 im Raum Bodensee/Ostschweiz: Siegerkonzept des Zürcher Architekten Markus Schaer vorgestellt - die Trägerkantone Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau unternehmen erste Schritte in die nächste Phase. Dem Bund muss bis 2018 ein Bewerbungsdossier eingereicht werden. Ob sich der Kanton Aargau als bisher einziger möglicher Mitbewerber als Standort für die nächste Landesausstellung empfehlen will, ist noch offen. Interessierte Kreise haben 2014 eine entsprechende Interessengesmeinschaft gegründet.  Eingereicht wurde ferner eine Anfrage an den Bundesrat von Nationalrätin Sylvia Flückiger (SVP/AG).  Mehr...

Schweiz/Expo 2027. Noch weit weg? Das ist morgen. Die Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserhoden, St. Gallen undThurgau erarbeiten bereits die notwendigen Grundlagen, um sich beim Bund zu bewerben. Das ist löblich. Vermutlich ist das errungene Know-how der Expo 02 noch vorhanden - so kann es bereits in die Planung einfliessen. Planen kann man nie früh genug. Dies gilt besonders auch für Hoteliers, Gastronomen und Caterer, die ihre Standortvorteile wahrnehmen möchten.  Mehr über das Projekt...

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