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Fri, Jan

Bern/ Weihnachtsmarkt: Grosse Chance auf der Kleinen Schanze

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(Tippen Sie kurz das Bild auf Ihrem Smartphone an, um zum vollständigenText zu gelangen)Interview: artichox-Chefredakteur Christian Meyer

Wir sprachen mit Organisator und Gastrounternehmer Tom Weingart über die zweite Ausgabe des Berner "Sternenmarktes", der noch bis Ende Dezember 2019 dauert. Auf dem Areal der Kleinen Schanze beim Berner Weltpostdenkmal werden insgesamt gegen 200 000 Weihnachtsmarktbesucher erwartet.

♥Tom Weingart, wann haben Sie mit den Vorarbeiten für den diesjährigen Weihnachtsmarkt begonnen?
Tom Weingart:
Bereits im Juni starteten wir mit der Akquisition der Standbetreiber, wobei wir zwischen Food-Ständen und Warenverkäufern unterscheiden. Letztere, beispielsweise Kunsthandwerker und Lebensmittelanbieter, haben eine reduzierte Miete; die Preise kann man der Website bernersternenmarkt.ch entnehmen. Dieses Jahr freuen wir uns auf über 100 Produkte und 30 Food-Anbieter, welche sich die 70 Holzhütten über die ganze Zeit des Marktes teilen. Jeden Donnerstag gibt es Wechsel, somit können wir unseren Gästen immer wieder etwas Neues präsentieren.

Wann beginnt der eigentliche Aufbau des Marktes?
Anfang November beginnt ein Kernteam von vier, fünf Handwerkern mit der Dekoration, dem Aufbau des Fondue-Chalets mit 150 Sitzplätzen und den Verkaufs- und Food-Ständen in kleinen Holzhäuschen. Ein paar Tage vor der Eröffnung, Ende November, wird das Team sukzessive aufgestockt. Wenn es los geht am ersten Tag, sind rund 100 Mitarbeitende im Einsatz – Voll- oder Teilzeit.

Stichwort Dekoration: Wie sind Sie organisiert?

Es ist sozusagen eine „Family Affair“: Meine Schwester Sara ist Theater- und Film-Requisiteurin. Sie ist ständig auf der Suche nach Dekorationsgegenständen und ist verantwortlich für eine wirkungsvolle, abwechslungsreiche und detailverliebte Inszenierung der weihnächtlichen Stimmung. Wenn sie beispielsweise günstige Kronleuchter für das Fondue Chalet erstehen kann, greift sie zu.

Und wer leitet die Administration?
Für die Administration ist eine flexible Anzahl Mitarbeitende zuständig. Meine Frau leitet das ganze Social Media des Sternenmarktes.

Haben Sie auch Anfragen von Food-Truck-Betreibern?
Wir legen Wert darauf,  ein weihnachtliches Erlebnis zu bieten. Ein Dorf im Park, da passen Foodtrucks nur an einigen wenigen Stellen, und auch nur die ganz schönen Modelle. Die restlichen Anbieter ziehen für die Zeit am Markt in unsere einheitlichen Holzhütten.

Wie sind Sie in diesem Jahr gestartet? Es ist ein extrem wetterabhängiges Geschäft. An den zwei ersten Tagen regnete es, das drückt die Besucherzahlen. Doch das Wochenende hat den erhofften Besucherstrom gebracht. Das stimmt uns zuversichtlich. Wir haben viele Unterstände gebaut und zwei Chalets auf Platz, um den Besuchern auch bei weniger gutem Wetter einen attraktiven Besuch zu ermöglichen.

Bei den Food-Ständen sind Momos, Würste, Burger, Raclette, Rösti, Rauchlachs, Fritten, Indisches, Veganes und vieles mehr im Angebot. Wo gibt es die grössten Schlangen vor den Buden?
Wir freuen uns sehr, dass es jeweils an allen Ständen eine Schlange gibt. Die Würste vom "Morewurster" scheinen bei den Gästen sehr gut anzukommen und auch der Kaiserschmarren ist ein Highlight. Wir haben in diesem Jahr zum ersten mal auch eine "Sweet Street", an der es ausschließlich Desserts und sonstige Süssigkeiten gibt.

Der Standort in Bahnhofsnähe scheint perfekt zu sein. Das Lichtermeer des Weihnachtsmarktes ist schon von weitem ersichtlich. Ausserdem fällt die Werbung auf Grossbildschirmen im Warenhaus Loeb auf.  Was läuft sonst noch in Sachen Promotion für den Sternenmarkt? 

Wir betreiben aktiv Werbung auf allen möglich Kanälen, auch mit Medienmitteilungen, unserem Webauftritt und mit Inseraten. Ausserdem sind wir sehr engagiert auf Social Media.

Danke für das Gespräch – und natürlich hoffen wir, dass auch die zweite Ausgabe des Sternenmarktes ein voller Erfolg wird.


Tom Weingart: Zur Person

Tom Weingart (38) ist Absolvent der Hotelfachschule Lausanne (EHL). Als Geschäftsführer der Kleinen Chance AG – kleines Wortspiel – betreibt er auf der Kleinen Schanze in Bern zusammen mit Geschäftspartnern den Berner Sternenmarkt. Zuvor war Tom bereits bei mehreren erfolgreichen Gastrokonzepten federführend, etwa beim preisgekrönten Gastroprojekt „Kapitel“ am Bollwerk in Bern, an Pop-ups wie „Mr. Mori“ und „Brother Frank“ mit seinem Weggefährten und Spitzenkoch Markus Arnold von der "Steinhalle", der auch an der Kleinen Chance AG beteiligt ist. Zwischenzeitlich für die Bindella-Unternehmungen in Zürich tätig, konzentriert sich Tom wieder auf den Standort Bern. In diesen Tagen hat er einen Take-away-Outlet mit Momos (tibetische Teigtaschen) im Berner Warenhaus Loeb eröffnet:"
Tasty food at Mama's Take-away"  www.mamas2go.ch.  Unter "I love Juice" betreibt er ferner einen  Onlineshop: www.ilovejuice.ch   

Die Angebote des Bernen Sternenmarktes
70 Holzhütten mit winterlichen Delikatessen, heissen Getränken und Design von immer wieder wechselnden Ausstellern, für Familien gibts ein Kinderdorf mit Karussell und Animation.  Dazu ein heimeliges Gstaader Fondue-Chalet mit 150 Plätzen, das ab Mittag bis spät abends Käse-Spezialitäten serviert oder zu einem Drink mit Freunden in der beheizten Lounge einlädt. Mehr über die Angebote auf www.bernersternenmarkt.ch

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