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Wed, Feb

Anton Mosimann bald wieder im Mittelpunkt

Leute, Forts.
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Prinzen-Verlobungsfeier voraus. Das bedeutet wieder viel Publicity für "unseren Mann in London", Spitzenkoch und Hofcaterer Anton Mosimann. Mehr...

Frühere Nachrichten über Anton Mosimann und die Mosimann Collection...

Autobiografie. Der berühmte Spitzenkoch und Gastronom Anton Mosimann spricht in seinem neuesten Buch nicht nur über seine Erfolge, sondern auch über unangenehme Dinge, die ihn sein ganzes Leben verfolgten, etwa, dass er als Knabe sexuell missbraucht worden war. War es richtig oder falsch, diesen Missbrauch in der Autobiografie zu erwähnen? Das ist ein sehr persönlicher Entscheid, den man respektieren sollte. Auf jeden Fall leistet er seinen Beitrag an die Diskussion über aktuelle Fälle - und es könnte Opfer bestärken, künftig Fehlbare gerichtlich zu verfolgen. Mosimann schämte sich damals als Siebenjähriger zutiefst, wie er anlässlich der Buchpräsentation preisgab: "Ich verkroch mich und redete mit niemandem darüber - über 60 Jahre behielt ich das Geheimnis für mich" . Mehr...

Wahl-Londoner Anton Mosimann ist 70.  Aufgewachsen ist der weltbekannte Spitzenkoch in Nidau bei Biel; seine Eltern wirteten einst gleicherorts im "Grütli". Die Lehre absolvierte er bei Küchenchef Lucien Cornu im BärenTwann am Bielersee. Anschliessend arbeitete er bei weiteren grossen Chefs der damaligen Zeit: Etwa bei Eugène Defrance im Palace St. Moritz, bei Henri Dessibourg im Villars Palace, bei Otto Schlegel im Gstaad Palace und Luzern sowie bei Franz Wild im Montreux Palace. Lang ist die Liste der Ehrungen des Küchenmeisters, der 1975 im jugendlichen Alter von 28 Jahren die damals 180 Mann umfassende Küchenbrigade des legendären Hotels Dorchester in London übernahm. So wurde er 2004 von der englischen Königin mit dem Order of the British Empire OBE ausgezeichnet.  Mosimann, dessen beide Söhne im Geschäft mitarbeiten, betreibt in London den Mosimann's Club und ein Cateringunternehmen. Der Spitzenkoch richtet mit seiner Crew Bankette rund um den Globus aus und übernimmt die Verpflegung an grossen Ausstellungen und Sportanlässen. Weltweit Aufsehen erregt Anton Mosimann mit den regelmässigen Gala-Diners für die englische Königsfamilie.

Nach fünf Jahren Vorbereitungszeit eröffnet Swiss Education Group, das Netzwerk für Hotelfachschulen in der Schweiz, The Mosimann Collection – A culinary heritage auf dem Campus ihrer César Ritz Colleges Switzerland in Le Bouveret (Wallis/Schweiz). Die Privatsammlung von Anton Mosimann, dem mit dem Order of the British Empire (OBE) ausgezeichneten Schweizer Küchenmeister, besteht aus Tausenden von seltenen Exponaten, darunter historische Kochbücher, Menükarten, Kochutensilien aus königlichen und höfischen Küchen, persönliche Erinnerungen und Kunstwerke. Die Sammlung zeigt die Passion und die aussergewöhnliche Karriere des Küchenchefs mit der Fliege und ist künftig als ständige Ausstellung auf dem Campus der Schule für alle zugänglich. «Es ist eine grosse Ehre für mich, dass die Swiss Education Group eine Dauerausstellung meiner Sammlung geschaffen hat. Ich habe immer davon geträumt, eines Tages alles an einem Ort zu vereinen und der jungen Generation von Gastronomen zugänglich zu machen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch miterleben darf – und dann auch noch in einer so einmaligen Umgebung», betont Anton Mosimann. 
Konzipiert als Ort der Entdeckung und der Inspiration für Studierende, entfaltet sich die Ausstellung über vier Etagen in verschiedenen Räumen. «Wir möchten den Menschen hinter dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit nahebringen, damit sein Werk als Inspirationsquelle für werdende Küchenchefs und Hoteliers fortbesteht», sagt Florent Rondez, CEO der Swiss Education Group, der gemeinsam mit dem Konzeptentwickler und Inneneinrichter Omid Louie verantwortlich zeichnet für die Einrichtung. Zwischen den Vitrinen, einem Projektionsraum und einem dem britischen Königshaus gewidmeten Bereich gibt es Elemente aus dem Mosimann’s in London, beispielsweise der Privatsalon Montblanc, Treppen mit den Fotos von VIPs aus aller Welt oder Kirchenfenster. Letztere wurden von Professoren und Studierenden der École de Vitrail et Création in Monthey (VS) angefertigt. Als Grundlage dienten zwei bereits bestehende Panoramafenster aus den 30er Jahren.

Fünf Jahrhunderte Tischkultur 
The Mosimann Collection wurde zu pädagogischen Zwecken und nach den Wünschen ihres Besitzers konzipiert. Als leidenschaftlicher Rezeptesammler hat Anton Mosimann, im Laufe seines Berufslebens über 6'000 wertvolle Werke zusammengetragen, darunter das grösste handschriftliche Kochbuch der Welt aus dem Jahr 1733, ein Werk zur Herstellung von Konfitüren von Nostradamus und neun kostbare Werke von Auguste Escoffier. Ebenfalls Teil der Sammlung sind Hunderte von historischen Menükarten, beispielsweise das Menü zur Krönung von Zar Nikolaus II im Jahr 1896 oder das Menü des Hotels Savoy London vom 4. Juni 1936, d. h. genau 80 Jahre vor der Ausstellungseröffnung. Ausserdem sind 56 Goldmedaillen, persönliche Erinnerungen und Werke von Schweizer Künstlern wie Jean-Pierre Corpataux (Le Boucher Corpaato), Margrith Burkhardt, Marc Reist und Jean Tinguely in der Ausstellung zu bewundern.
«Das Sichten des ganzen Materials aus meinem Archiv war ein sehr bewegender Moment. Zum ersten Mal seit ich vor über 50 Jahren in diesen Beruf eingestiegen bin, habe ich mich hingesetzt und die ganzen Menükarten, Rezepte und Kochbücher durchgesehen. Ich bin der Swiss Education Group zu grossem Dank verpflichtet, dass sie auf mich zugekommen sind und mich davon überzeugt haben, ihre Fachleute die Sammlung kuratieren zu lassen. Durch die Ausstellung zu gehen und diese Objekte zu sehen, die einen so bedeutenden Einfluss auf mich und meine Karriere gehabt haben, erachte ich als einen grossen Luxus. Ich hoffe die Ausstellung wird noch viele Menschen inspirieren und sie in ihrem Streben nach mehr Kreativität unterstützen», fügt Anton Mosimann an.

 Hommage an den Gründer des Montreux Jazz Festivals 
Im Anschluss an den zentralen Ausstellungsraum betritt man La Table de Claude, eine Küche mit einem Chef’s Table. Der Saal ist nach Claude Nobs benannt, dem leidenschaftlichen und visionären Gründer des Montreux Jazz Festivals 1967, der einst seine Lehre als bester Jungkoch der Schweiz abschloss und in seiner offenen Küche im Chalet Le Picotin seine Musikergäste gerne selbst bekochte. La Table de Claude versteht sich als eine Anspielung auf diesen legendären Ort und unterstreicht – mit dem Interieur aus bunt zusammengewürfelten Objekten wie beispielsweise einem Retro-Kochherd, Töpfe mit dem Monogramm von König Georg V sowie Porzellan und Silber aus dem Dorchester und dem Fairmont Le Montreux Palace – Nobs grosszügige, enthusiastische Persönlichkeit.

Praktische Hinweise
Die Ausstellung The Mosimann Collection ist in einem Flügel der César Ritz Colleges Switzerland in Le Bouveret  untergebracht. Die Bücher – von denen sich 2‘500 bereits auf dem Campus befinden – sind auf der Website der Ausstellung katalogisiert und können in der Bibliothek von den Studierenden der Schule eingesehen werden. Davon ausgenommen sind alte Werke, die nur unter Aufsicht zugänglich sind. Die wertvollsten Werke befinden sich in einem Banksafe. The Mosimann Collection ist für Studierende durchgehend geöffnet und kann für Gruppenbesichtigungen reserviert werden. Ab dem 12. Juni 2016 wird sie jeweils sonntags auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

La Fondation Swiss Education Group
Swiss Education Group gibt die Schaffung ihrer neuen Stiftung „La Fondation Swiss Education Group“ bekannt. Ziel der Stiftung ist es, Studierenden, die sich in einer schwierigen Situation befinden, das Weiterstudieren an einer der fünf Schulen der Gruppe zu ermöglichen. Die aus den Eintrittsgeldern erwirtschafteten Gewinne gehen an die neugegründete Stiftung.

Anton Mosimann, OBE
Der in Solothurn geborene Anton Mosimann hat eine beeindruckende Berufslaufbahn vorzuweisen. Zu seinen Gästen zählen gekrönte Häupter, Politiker, Staatsmänner und zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Showbiz. Er leitete die Kochbrigade von fünf englischen Premierministern – von Margaret Thatcher bis David Cameron – und vier Generationen des englischen Königshauses. Im Jahr 2011 richtete er das Dinner für die Hochzeit von Prinz William mit Catherine Middleton aus. Ausserdem leitet er den von Prominenten aus aller Welt besuchten Mosimann’s Club in London. (Marianna Fehlmann, Pressedienst)

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 Basel. Der Starkoch hat im Laufe seiner Karriere rund 6000 Kochbücher gesammelt. 120 davon sind bis am 21. Februar 2015 im Spielzeug Welten Museum zu besichtigen. Die ganze Mosimann-Sammlung findet künftig eine dauerhafte Bleibe in der Culinary Arts Academy in Le Bouveret am Genfersee (Schweiz). Mehr...

Back to the Roots. Wahl-Londoner Anton Mosimann (68) kehrt offensichtlich gerne ins Seeland zurück. Aufgewachsen ist er in Nidau bei Biel; seine Eltern wirteten einst gleicherorts im "Grütli". Die Lehre absolvierte er bei Küchenchef Lucien Cornu im BärenTwann am Bielersee. Anschliessend arbeitete er bei weiteren grossen Chefs der damaligen Zeit: Etwa bei Eugène Defrance im Palace St. Moritz, bei Henri Dessibourg im Villars Palace, bei Otto Schlegel im Gstaad Palace und Luzern sowie bei Franz Wild im Montreux Palace. Anfang Oktober empfing Anton Mosimann zusammen mit Küchenchef Beat Weibel Gäste in der Bieler Residenz au Lac und richtete eines seiner berühmten Bankette aus. Zuvor kochte Mosimann ehrenamtlich mit seinem Team im  Zürcher Lokal Aura anlässlich der Pink Ribbon Night 2013. Und in ein paar Tagen, am 23. Oktober, wird Anton Mosimann wieder im Interesse der Weltöffentlichkeit stehen - mit ziemlicher Sicherheit wird er für das leibliche Wohl der Gäste anlässlich der Taufe des Prinzen George zuständig sein. Mehr über den Auftritt in Biel...