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Fri, Jun

Der französische Wissenschaftler Herve This gilt als Erfinder der Molekularküche. Doch schon Nicholas Kurti, ein ungarisch-britischer Tieftemperaturphysiker, hat sich mit dieser Thematik befasst, wie auch Heiko Antoniewicz weiß, der als einer der führenden Molekularköche gilt: „Der ursprüngliche Begriff wurde von Nicholas Kurti entwickelt. Kurti hat einmal gesagt: ,Wir wissen, wie weit der einzelne Stern von der Erde weg ist. Wir wissen aber nicht, was im Inneren eines Soufflés passiert.‘ Das war der Beginn der Molekularküche. Die oft totgesagte "Modeerscheinung" hat wie kaum eine andere sowohl die Kochkunst als auch die Alltagsküche beeinflusst. So lebt beispielsweise das Kernangebot des "El Bulli" Adriàs in dessen Tapas-Bars weiter. Mehr über Molekularküche von Heiko Antoniezwicz ...

 

artichox-Leser wissen, was Chamäleon-Betriebe sind: Um die meist sehr teure Infrastruktur an Top-Lagen besser zu nutzen, versuchen findige Kollegen, mehrere Kundenbedürfnisse gleichzeitig anzusprechen. Im Falle des im Dezember 2011 eröffneten Kölner Clubs Vanity Bar & Cuisine wird abends zuerst in "puristischer Atmosphäre" (aus der Werbung) getafelt. Anschliessend legt ein DJ auf oder eine Live-Band sorgt für Stimmung. Sonntags wird nach dem Vorbild der Clubs mancher Weltstädte gebruncht. Mehr...

Mehr über Vanity Club& Cuisine...

 

 

Wien/"Eddie und Marie"

Wer sich schon immer für einen verkannten Spitzenkoch hielt, kann seine Künste in dem Restaurant "EdieundMarie" in Wien unter Beweis stellen. Denn dort dürfen auch Gäste kochen.

„In unserer Bar sind leidenschaftliche Hobbyköche eingeladen, ihre Erfahrungen aus aller Welt einzubringen und an speziellen Themenabenden die Gäste auf lukullische Ausflüge mitzunehmen“, schwärmt die 47-jährige Cineastin und Kulturveranstalterin, die etwa das „identities – Queer Film Festival“ organisiert. Mehr...

 

Flex-Casual: Mittags Selbstbedienung, abends Full Service. Flex-Casual ist das Gesprächsthema unter Fachleuten in den USA. So sagt etwa Technomics-Analyst Darren Tristano: "Fast-Casual-Konzepte, selbst mit sehr guter Atmosphäre und hochstehendem Essen, sind abends oft nicht sehr erfolgreich".

Verdächtig ruhig ist es geworden in den Medien um Meerwasserschaum und Melonenkaviar. Und auch das Interesse des Publikums an der Avantgardeküche scheint nachzulassen - wie an einem oft gespielten Theaterstück.Obwohl beispielsweise einer der berühmtesten Molekularköche, Ferran Adrià, stets auf volle Bücher hinweist. Trotzdem schliesst das "El Bulli" in Rosas Ende Saison. Künftig geht es mit Tapasrestaurant und Cocktailbar in Barcelona weiter. In erster Linie dürften es wohl Renditeüberlegungen sein, die Adrià zum Umdenken gebracht haben: Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Spitzengastronomen kaum Geld verdienen. Trotz exorbitanter Preise wird ein grosser Aufwand betrieben, der in der Molekularküche noch um etliches höher liegen dürfte. Auch Juan Amador, ein bekannter Schüler Adriàs, macht sein "Amador" in Langen dicht und setzt in Mannheim ebenfalls auf einen Neuauftritt. Selbst wenn sich die Kritiker bestätigt fühlen, und eine Vielzahl von Molekulargängen künftig wohl weniger Liebhaber findet, brachte kaum eine andere Richtung mehr Impulse für die Kochkunst als die Molekularküche.

Juan Amador: "Amador" in Langen schliesst - neuer Standort in Mannheim
Ferran Adrià: "El Bulli" schliesst Ende Saison
Ferran Adrià: Cocktails und Tapas in Barcelona
Ferran Adrià: Der Dokumentarfilm
Molekularküche bei Wikipedia

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