Vegane Kost: Streit zwischen Gast und Wirt - neue Runde

Gastronomie
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Vegan-Zoff in Alvaneu/Graubünden, die Fortsetzung: Streithähne legen nach. Mehr...
Nach einem Restaurantbesuch
im Schweizer Kanton Graubünden kam es im Google-Review zum Eklat. Gast Peter G. beschwerte sich darüber, dass seiner Begleitung verweigert wurde, einen Gemüseteller zu bestellen. Mehr...

 

 

 
Frühere Nachrichten...
Ein Heer von überaus aktiven "Believern" auf Redaktionen preisen die vegane Lebensweise. Und dann gibt es noch die Militanten, die vor Tätlichkeiten nicht zurückschrecken und beispielsweise in Frankreich Schaufenster von Metzgereien verschmieren. Gastronomen müssen sorgfältig prüfen, ob sie vegane Kost ins Angebot nehmen sollen. Es gibt zahlreiche Warnzeichen (siehe unten). Fest steht, dass der Anteil Veganer an der Bevölkerung hierzulande bloss ein paar Prozentpunkte beträgt. Mehr...

 Frankreichs Metzger fordern Polizeischutz. Sie haben Angst vor militanten Veganern. Mehr...

"Contre le spécisme" (gegen den Spiezesismus) -  diese Lettern sprayen militante französische Veganer an die Schaufenster von Metzgereien. Was ist Speziesismus? Die Militanten widersprechen im vorliegenden Fall der landläufige Meinung, dass Tiere dem Menschen untergeordnet seien, und bekämpfen die  "moralische Diskriminierung von Individuen aussschliesslich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit". Mehr...

Vegan-Restaurants: Bauchlandungen mehren sich - dem mitunter auch von "Believern" (Damen und Herren) aus Redaktionsstuben genährte Hype folgt die Ernüchterung. Auch die St.Galler "Leckerei" schliesst die Pforten. Wie es weitergeht mit der Vegan-Welle in der Gastronomie? Das ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss (s.auch unten). Mehr...
 
München/Maxvorstadt. Veganer, Vegetarier und Rohkostanhänger kommen in der Eatery Gratitude auf ihre Kosten. Doch der gute Ruf, den sich die Küche erarbeitete, genügt nicht, um sich dauerhaft zu etablieren: Im Laufe der nächsten zwei Monate wird das "Gratitude" schließen, ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest.
Insider fragen sich: Ist der Hype schon vorbei? Schwer zu sagen. Nach unserer Meinung hat die Vegan-Bewegung trotzdem eine Zukunft, weil sie von Missständen in der Tierhaltung befeuert wird. Die Frage ist nur, ob sich marktfähige Gastro-Konzepte durchsetzen werden.  Bezüglich Anteil  Veganer an der Gesamtbevölkerung wurde in den vergangenen Monaten ohnehin masslos übertrieben. Ein paar müde Prozentpunkte soll er nach letzten Erhebungen betragen. Nicht ganz unschuldig am Hype der letzten Monate sind sympathisierende Redakteurinnen und Redakteure, welche die Bewegung teils unreflektiert emporjubelten. Das rächt sich nun. Gutgläubige Gastronomen haben nicht nur den Schaden, sondern auch den Spott. Mehr...
 
Butchers Table, Zürich. Gregory Knie aus der Zirkus-Dynastie Knie, der sich bisher stets für einen fleischlosen Lebensstil eingesetzt hat, sind die Vegetarier plötzlich wurst. Der Vierzigjährige eröffnet in diesen Tagen in der Zürcher Innenstadt das Fleischrestaurant ButchersTable. Was der Vegi-Verband aber besonders verwerflich findet: Im dazugehörigen Werbevideo spielt Knie einem gebratenen Schweinekopf an den Ohren herum, wie "Blick" berichtet. Mehr...

Luzern:  Millionär Vanja Palmers erfüllt sich einen Traum und eröffnet Vegan-Restaurant. Selbst bei der Bauweise wird auf Ökologie geachtet. Mehr...

Calida-Erbe Vanja Palmers in der NZZ. Mehr...

 Aarau. Hybridbetriebe (Multifunktionskonzepte, Chamäleonbetriebe) sind hierzuland immer noch selten. Und ein Veganer-Restaurant auf dieser Schiene ist ein absolutes Novum. Aus dem «3. Stock» in Aarau wird das "Max-Moriz" - ein Lokal mit Doppelfunktion: Tagsüber bietet es ein veganes Buffet mit Smoothie Bowls, nachts werden Cocktails serviert und am Wochenende wird zu später Stunde getanzt. Mehr...

Störaktion in Zürichs bekanntester Bratwurst-Beiz: Militante Veganer demonstrierten im "Sternen Grill"in Zürich. Mehr...

Vegana 2017, Zürich. Die Restaurants Tibits, Elle'n Belle und Hiltl wurden in der Kategorie Restaurants ausgezeichnet. Tibits wurde auch in der Kategorie "Best of the Best" Sieger. Mehr...

 
Ernährung als Ersatzreligion? Die Allgemeinheit hat darüber nicht zu urteilen. Das ist Privatsache. Wer sich vegan ernährt, sich dabei besser fühlt und  gegen den Fleischkonsum allgemein und die Massentierhaltung im Speziellen protestieren will, soll dies auch tun - "Cheating Days" hin oder her. (Als "Cheating Day" wird der gelegentliche Fleischkonsum mancher Veganer bezeichnet, die sich besser  "Flexitarier" nennen sollten). Ausserdem: Ärzte und Ernährungswissenschaftler weisen auf drohende Mangelernährung hin und empfehlen Veganer-Eltern, ihren Kindern den Fleischkonsum zu erlauben. 
Ist die Vegan-Welle eine Eintagsfliege? Schwer zu sagen, darüber streiten sich Ernährungsexperten und Trendforscher gleichermassen. Unsere Einschätzung: Die Kritik an der Massentierhaltung dürfte künftig eher noch zunehmen, deshalb ist auch weiterhin trotz aller Kritik an der Veganbewegung mit einer gewissen Konstanz zu rechnen. Die Frage, ob Gastronomen Vegan-Gerichte anbieten sollen, ist daher schnell beantwortet. Das kommt auf die Art des Restaurants an. Je nach Lage kann es "matchentscheidend" für den Betriebserfolg sein, besonders im urbanen Umfeld mit einem hohen Anteil an weiblichen Gästen. Enen Überblick über das aktuelle vegane Angebot verschaffen und Inspiration holen konnte sich, wer die Messe Vegana im Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity am 1. und 2. September 2017 besuchte. Mehr...
 
New York: Veganer Speck - das klingt seltsam, dürfte aber die Fleischlos-Fraktion freuen. Die US-amerikanische Restaurantkette By Chloe hat die pflanzliche Alternative zum Schweinespeck  salonfähig und obendrein auch noch trendig gemacht. Hinter der Bezeichnung "vegan bacon" stecken Shiitake Pilze, die entsprechend zubereitet am Gaumen ein täuschend ähnliches Aroma entfalten, Knuspereffekt inklusive. Mehr...
 
Veganz, die Supermarktkette für vegane Produkte, übernimmt gemäss Medienmitteilung gemeinsam mit einem nicht näher bezeichneten Investor einer neu gegründeten Gesellschaftausgewählte Standorte des insolventenGastronomieunternehmens Goodies. Der Betrieb und die Arbeitsplätze der Bistros, welche an das Filialnetz des veganen Markenartiklers angebunden sind, sollendurch den Einstieg von Veganz und der Familie Sander nachhaltig gesichert werden. Mehr...

Swing Kitchen plant Roll-out. Und die Gründer sind "Believer". Der Broker, Fondsmanager und Wertpapieranalyst Charly Schillinger und seine Frau Irene ernähren sich selbst seit vielen Jahren vegan. Das Unternehmerduo betreibt bereits zwei Swing-Kitchen-Restaurants in Wien. Das Geschäft floriert offensichtlich, Vegan-Burger und -Wraps bilden das Hauptangebot. Nun sollen weitere Betriebe mittels Franchising eröffnet werden. Weitere Standorte sind in Wien und in Graz geplant. Darüber hinaus soll bald das erste Restaurant in Deutschland aufmachen: in Berlin. Ziel ist es, auch in der deutschen Hauptstadt mehrere von Franchise-Partnern geführte Standorte zu etablieren. Mehr...

Fleischersatz, der wie Fleisch schmeckt? Versprochen wird das schon lange. Doch der neue  Burgerersatz riecht wie Fleisch, schmeckt danach und sieht vor allem so aus, berichten Tester. Innen rötlich blutig, außen knusprig braun. So wie man das möchte. Und die Zielgruppe einer eigens für die Produktion des neuen Fleischersatzes gegründeten Firma aus New York sind auch wirkliche Fleischesser. Das fleischlose Fleisch ist jedoch noch recht rar. Im Moment erhält man den neuen Fleischlos-Burger nur in einem Restaurant, nämlich im „Momofuku“ von David Cheng (1Stern Michelin). Er sagt: „Als ich es zubereitete, sah ich, es verhält sich wie Fleisch, es schmeckt so, wirklich extrem köstlich. Mehr kann man nicht verlangen, oder doch?“ Der Burger kostet dort knapp 11 Euro. Mehr...

Der Deutsche Vegetarierbund prüfte Schnellrestaurants auf ihr Veggie/Vegan-Angebot und gibt ein Ranking heraus. Offensichtlich setzen die Tester strenge Massstäbe: Bis auf Vapiano schnitt keines der getesteten Restaurants besser als "mittelmässig". Platz Nummer 1 nimmt also Vapiano ein, gefolgt von Subway, Pizza Hut, McD und Burger King. Nordsee und KFC landen auf den Plätzen 6 und 7. Mehr...

Sie sind "Believer": Der ehemalige Broker, Fondsmanager und Wertpapieranalyst Charly Schillinger und seine Frau Irene handeln aus Überzeugung. Sie ernähren sich selbst seit vielen Jahren vegan und bieten seit Anfang 2015  im traditionsreichen Wiener Gasthaus Schillinger, in dem Charly Schillingers Vorfahren fast 200 Jahre lang klassische österreichische Gerichte gekocht haben, ausschließlich vegane Gerichte an. Im Dezember 2015 folgte Restaurant Nummer zwei, ebenfalls in Wien - das vegane Burger-Konzept Swing Kitchen wurde aus der Taufe gehoben. Jetzt präsentiert sich Swing Kitchen in der Virtuellen Gründermesse, um Franchise-Partner im gesamten deutschsprachigen Raum zu gewinnen. Mehr...

Franchising, die Risiken und Nebenwirkungen. Gründer sollten sich genau über Marktchancen eines Konzepts informieren und auch bereits laufende Franchisebetriebe genau unter die Lupe nehmen. Befragen Sie Franchisepartner, Gäste, Immobilienfachleute und Gastronomieberater. Sogenannte Megatrends  können sich manchmal in kurzer Zeit im Nichts auflösen.. Mehr...

Die österreichische Kette wagt den Sprung nach Deutschland: Neu ist "I Love Veggie Burger" in Leipzig. Das Fast-Casual-Konzept aus Wien (1 Betrieb)  bietet nach eigenen Angaben ein rein veganes Angebot (Burger, Wraps, Hot Dogs, Salate) und bemüht sich, regionale Bio-Produzenten zu berücksichtigen. Mehr...

Vegan Welcome: Die Website informiert weltweit über Hotels mit veganem Angebot. Mehr...

Xond ist ein veganes Gastronomie-Projekt des Musik-Managers Andreas "Bär" Läsker, der unter anderem "Die Fantastischen Vier" betreut, und des Filmproduzenten Kai Binder. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Crowdfunding-Phase hat Läsker nun die Eröffnung des ersten Xond-Restaurants angekündigt Mehr...

Wien: Vegane Burger frisch vom Grill bietet das Restaurant I Love Veggie Burger. Auch das übrige Angebot ist auf Bio und Vegane Kost ausgerichtet. Doch das neue Flagship-Restaurant will mehr bieten:  Zukünftig soll es Veggie Clubbings geben. Auf den beiden Ebenen des Restaurants, auf denen einerseits Essen und andererseits Musik geboten wird, sollen in nächster Zeit unter dem Motto: "Dinner & Dance" Veranstaltungen stattfinden. Mehr...

Vegan-Koch und bekennender Veganer Raphael Lüthy von EduChefs.ch bietet neu vegane Aus- und Weiterbildungen für Berufsköche an. Dies in Kooperation mit der Veganen Gesellschaft Schweiz. Mehr...

Während sich manche Gastronomen und  Hoteliers immer noch fragen, ob vegane Kost eine Eintagsfliege sei, haben andere längst gehandelt und ihre Betriebe auf die neuen Bedürfnisse ausgerichtet (siehe auch unten). Der Medienrummel um vegane Kost und die entsprechende Lebensweise (z.B. Verzicht auf Leder) ist beträchtlich. Ob es sich um einen soliden, dauerhaften Trend handelt, ist gegenwärtig schwer zu sagen - die Experten streiten sich.

Aktuelle Umfragen weisen den Anteil der Veganer an der Bevölkerung (D, CH) immer noch im tiefen einstelligen Bereich aus.  Doch viele Veganer sind politisch aktiv und nutzen die Medien geschickt, um sich bemerkbar zu machen. Ein Beispiel: Attraktive Frauen aus der Veganer-Szene werden medienwirksam inszeniert. Die Wahl der Miss Vegan 2015, Julia Koch ist ein Beispiel dafür. In Hollywood ist vegane Kost seit geraumer Zeit ein Thema: Prominente Anhängerinnen und Anhänger aus dem Show-Geschäft sorgen dafür, dass das Thema im Gespräch bleibt, unterstützt von eifrigen Veganerinnen und Veganern in den Redaktionen. Sieht alles nach Eintagsfliege aus. Insgesamt sprechen jedoch gewichtige Argumente für einen Megatrend. Einerseits ist es die Tierethik: Missstände in der Fleischzucht und in der Tierhaltung halten immer mehr Menschen vom Fleischkonsum ab. Zudem haben Veganer im Silicon Valley potente Unterstützer gefunden. Startups, die mit High-Tech-Methoden künstliche Eier, Milch und Fleisch aus der Retorte lancieren wollen, finden unter den IT-Mogulen mühelos Geldgeber. Der wissenschaftliche Fortschritt, so folgern Veganer, erlaube es den Menschen, künftig auf tierische Produkte zu verzichten. Ferner argumentieren manche Vegan-Anhänger, dass gewisse Ernährungsmängel, die bei der veganen Kost im Körper entstehen - Stichwort Vitamin B12 - durch die moderne Medizin ausgeglichen werden können.
Und da ist noch der Buchhandel:  Autoren von Kochbüchern wie Attila Hildmann ( "Vegan - Fit for Life", etc., Gesamtauflage über 700 000) werden nicht müde zu schildern, wie schlecht sie sich vor der Umstellung auf vegane Kost fühlten. Vegane Ernährung als Lebenseinstellung, als Ersatzreligion! Andere Kochbuchautoren beschränken sich darauf, das abwechslungsreiche Gaumenerlebnis anzupreisen.
Sollen Gastronomen vegane Gerichte anbieten? In grösseren Städten, in Lokalen mit einer jungen und urbanen Kundschaft mit hohem weiblichem Anteil: unbedingt. Schon deshalb, weil  Umfragen auf eine wachsende Zahl von "Teilzeit-Veganern" hinweisen.  Das Risiko und der anfängliche Mehraufwand bewegen sich in einem vertretbaren Rahmen. Wer selbst an die Sache glaubt ("Believers"), der hat beste Voraussetzungen und dem wird die Umstellung leicht fallen.  Informationen über die Anforderungen finden Sie bei den Veganer-Verbänden. Ein Hinweis darauf, dass sich dieses Geschäft lohnen könnte, ist der Boom bei den Vegan-TK-Herstellern. Anders sieht es aus, wenn Hoteliers planen, ganze Beherbergungsbetriebe auf die neue Linie zu trimmen - Leder, Felle und Daunen raus! Das Geschäftsrisiko ist also erheblich, empfehlenswert vorläufig nur in Grossstädten und in mit der Szene gut vernetzten Ferienhotels in naturnahen Gebieten.  Mehr...

Jung, gebildet, urban, politisch eher links von der Mitte: Das ist das typische Profil der Veganer. Auffallend ist der hohe Anteil Frauen. "Veganer halten sich für etwas Besseres, sind unrealistisch, verleugnen die wissenschaftlich erhärteteTatsache, dass Menschen Allesesser sind", so lautet die gängigen Kritik der Normalesser. Zudem streiten manche Veganer ab, dass Fleisch und weitere tierische Produkte wie Milch, Butter und Eier essentiell für die menschliche Ernährung sind. So gleichen Fleischgegner heimlich ihre ernährungsbedingten Defiizite wie Vitamin-B12-Mangel mit Pharmaprodukten aus. Der Weisheit letzter Schluss? Ernst zu nehmen ist die Veganer-Bewegung trotzdem, selbst wenn Umfragen immer wieder  Zweifel aufkommen lassen, wie stark die Bewegung tatsächlich ist. Unser Standpunkt: Jeder soll auf seine Façon glücklich werden. Wem das Tierwohl am Herzen liegt, der verdient Respekt - und Gastronomen tun gut daran, den Gästen diejenige Kost anzubieten, die gewünscht wird. Mehr über Veganismus als das neue Statussymbol...

Eigentlich wolle der Kunde mit veganer Kost nur sein schlechtes Gewissen beruhigen, sagt Trendforscherin Karin Tischer am Rande der Internorga 2015. Möglicherweise sei die "vegane Welle" bloss ein kurzfristiger Trend. Eine ziemlich gewagte Meinung. Stichwort Tierwohl. Vegane Energydrinks  sowie fleisch- und sojafreie Burger waren auf der diesjährigen Internorga jedenfalls unübersehbar. Veganerinnen und Veganer protzen gerne, wie gross ihre Bewegung schon sein. Bei aktuellen Hochrechnungen kommen jedoch die wahren Verhältnisse heraus: 800 000 reine Veganer (ohne Vegetarier!) - meist weiblich, um die 30, urban, gut vernetzt - sollen es gegenwärtig in Deutschland sein. Das ist rund ein Prozent der Bevölkerung. Allerdings: Stimmt diese Annahme, dann hat sich die Zahl in annähernd zwei Jahren glatt verdoppelt. 2013 wiesen die Universitäten Göttingen und Hohenheim in einer Studie zum Fleischkonsum in Deutschland noch eine Zahl um 400 000 nach.  Mehr über Trends auf der Internorga...

D/Die Zahl der Vegetarier und Veganer nimmt zu - ist aber gemäss aktuellen Umfragen immer noch im einstelligen Prozentbereich. "Dabei machen sie einen Lärm wie ein Froschtümpel zur Paarungszeit", sagt etwa Ernährungsspezialist Udo Pollmer (siehe unten). 25 Prozent der Bevölkerung achten  jedoch zunehmend darauf, unter welchen ökologischen und sozialen Bedingungen Lebensmittel produziert werden – und sie sind bereit, dafür auch mehr zu zahlen. Diese "bewussten Esser", geben sieben Prozent mehr für Fleisch und Wurstwaren aus. Sie legen größeren Wert auf Qualität, dafür essen sie bewusst weniger und verzichten an einigen Tagen in der Woche ganz auf Braten oder Burger. Flexitarier heißt diese neue Bewegung, die bereits einen Anteil von fast zwölf Prozent hat und damit deutlich größer ist als die der Vegetarier. Weitere zehn Prozent der Bevölkerung, so hat eine Fleischkonsum-Studie gezeigt, haben vor, in Zukunft weniger Fleisch zu essen. Der jährliche Pro-Kopf-Verzehr in Deutschland liegt seit Jahren relativ konstant bei etwa 60 Kilogramm – und damit deutlich über dem, was Ernährungsexperten für gesund halten. Mehr...

Mesa, Zürich: "Grüne Revolution" in der Spitzenküche

Xond - veganes Fast-Food-Startup sucht Geld via Crowdfunding. Mehr...

Startups mit High-Tech-Methoden: Künstliche Eier, Milch und Fleisch aus der Retorte - finanziert von den Veganern unter den IT-Mogulen. Mehr...

 Mehr über Vegetarismus und Veganer...

Vegane Tiefkühlprodukte in der Gastronomie: Hersteller wie die österreichische Meisterfrost rechnen mit grossen Zuwachsraten bei Veggie- und veganen TK-Fertigprodukten. Mehr...

Demo in Bern: 700 Veganer fordern die Schliessung aller Schlachthöfe. Mehr...

FBMA startete Umfrage bei Gastronomen: Ist die Nachfrage nach veganer Kost eine Eintagsfliege? Mehr...

Als "ziemlich wohlschmeckend" beschreibt Redakteur Michael Kammler den Vegan-Burger beim neu gegründeten Burgerladen "Bunte Burger" in Köln-Ehrenfeld. Statt Hack und knusprigen Schinken gibts Saitan-Schnitzel und  Koriander-Chashew-Pesto, Mangostücke oder Rucola zwischen die Brötchenhälften. Mehr...

hotel.de und Vebu (Vegetarierbund Deutschland) publizieren eine gemeinsame Umfrage. Und was kommt heraus? Für Vegetarier und Veganer sind passende Angebote im Hotel wichtig: 67 % sind nicht bereit, auf Reisen Abstriche bei der Ernährung in Kauf zu nehmen. Was das vegetarische Angebot anbetrifft, haben Hoteliers und Gastronomen längst gehandelt und ihre Angebote angepasst. Denn: Rund acht Millionen Menschen in Deutschland lebten 2014 vegetarisch, 900 000 vegan (1,1 Prozent der Bevölkerung). Diese Zahlen ermittelte das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD).  Während Vegetarier-Bestellungen im Restaurant der Branche kaum Probleme bereiten, liegt der Fall bei veganer Kost komplizierter. "Hardcore"-Veganer verlangen eine getrennte Produktion, was erhebliche Investitionen in den Betrieben nach sich zieht. Ist die in der Öffentlichkeit sehr aktive vegane Bewegung bloss eine Modeerscheinung? Diese Frage hat einige Bedeutung für die Gastronomie. (Siehe unten).  Zur Umfrage von hotel.de und VEBU...

 artichox-Dossier: Umfragen - mit Vorsicht zu geniessen. Mehr...

Laut einer Erhebung von Biovista soll der Verkauf von vegan gekennzeichnete Produkte im Jahr 2014 stark zugenommen haben. Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen - zu gross sind die Unterschiede bei den Erhebungen.  Nichtsdestotrotz: Arcotel  reagiert auf die offensichtlich steigende Nachfrage. Die Hotelkette bietet Frühstück für Veganer und vegane Menüs. Ausserdem organisieren Arcotel-Köche Veranstaltungen, wie z.B. veganes Grillen im Wiener Arcotel Kaiserwasser. Mehr...

Lebensmittelchemiker und Ernährungsspezialist Udo Pollmer: "Vegetarier behaupten, etwas Besseres zu sein" Und: "Sie machen mehr Lärm als ein Froschteich zur Paarungszeit". Mehr...

Schweiz: Bei allen Vorbehalten bezüglich Umfragen - Zahl der Flexitarier nimmt zu. Nur rund zwei Prozent der Befragten bezeichnen sich jedoch als  "echte" Veganer. Mehr...

Sattgrün - bereits drei Filialen in Düsseldorf. Vegane Restaurants sind das neue Lieblingsthema auf Redaktionen. Entsprechend günstig fallen die Berichte aus. Und immer wieder wird beschworen, wie schnell die Gruppe der Veganer wachse. Umfragen zeichnen jedoch ein wesentlich anderes Bild - besonders die "Flexitarier" (jene, die ab und zu auf Fleisch verzichten) nehmen stark zu (s.unten). Mehr...

Jung, gebildet, urban, politisch eher links von der Mitte: Das ist das typische Profil der Veganer. Auffallend ist der hohe Anteil Frauen. "Veganer halten sich für etwas Besseres, sind unrealistisch, verleugnen die wissenschaftlich erhärteteTatsache, dass Menschen Allesesser sind", so lautet die gängigen Kritik der Normalesser. Zudem streiten manche Veganer ab, dass Fleisch und weitere tierische Produkte wie Milch, Butter und Eier essentiell für die menschliche Ernährung sind. So gleichen Fleischgegner heimlich ihre ernährungsbedingten Defiizite wie Vitamin-B12-Mangel mit Pharmaprodukten aus. Der Weisheit letzter Schluss? Ernst zu nehmen ist die Veganer-Bewegung trotzdem, selbst wenn Umfragen immer wieder  Zweifel aufkommen lassen, wie stark die Bewegung tatsächlich ist. Jeder soll auf seine Façon glücklich werden. Wem das Tierwohl am Herzen liegt, der verdient Respekt - und Gastronomen tun gut daran, den Gästen diejenige Kost anzubieten, die gewünscht wird. Mehr über Veganismus als das neue Statussymbol...

Berlin: Neuer Veganer. Anderswo, etwa in Bern (s.unten), diskutieren Gastronomen, ob sie vegane Kost anbieten sollen. In Deutschlands Metropole ist Vegan längst Teil des urbanen Lebensverständnisses . "Bowl" heisst das Restaurant, das sich voll und ganz dem “Clean-Eating-Konzept” verschreibt, und die Pforten in diesen Tagen öffnet. Es liegt an der Warschauer Straße 33 in den Räumen des ehemaligen Mio Matto. Mehr...

Berner Wirte diskutieren, ob sich ein veganes Angebot im Restaurant lohnt. Wie zu erwarten, ein polarisierendes Thema. Mehr...

Vegan - reine Modesache? Björn Moschinski,ein begabter Veganer am Herd, ist überzeugt: "Du musst, um den Geschmack zu befriedigen, kein Tier töten". Das sitzt. Mehr...

Eigentlich wolle der Kunde mit veganer Kost nur sein schlechtes Gewissen beruhigen, sagt Trendforscherin Karin Tischer am Rande der Internorga 2015. Möglicherweise sei die "vegane Welle" bloss ein kurzfristiger Trend. Eine ziemlich gewagte Meinung. Stichwort Tierwohl. Vegane Energydrinks  sowie fleisch- und sojafreie Burger waren auf der diesjährigen Internorga jedenfalls unübersehbar. Veganerinnen und Veganer protzen gerne, wie gross ihre Bewegung schon sein. Bei aktuellen Hochrechnungen kommen jedoch die wahren Verhältnisse heraus: 800 000 reine Veganer (ohne Vegetarier!) - meist weiblich, um die 30, urban, gut vernetzt - sollen es gegenwärtig in Deutschland sein. Das ist rund ein Prozent der Bevölkerung. Allerdings: Stimmt diese Annahme, dann hat sich die Zahl in annähernd zwei Jahren glatt verdoppelt. 2013 wiesen die Universitäten Göttingen und Hohenheim in einer Studie zum Fleischkonsum in Deutschland noch eine Zahl um 400 000 nach.  Mehr über Trends auf der Internorga...

Veganer beklagen sich: Sie sind oft Zielscheibe des Spotts. Mehr...

Medienrummel um fotogene Veganerin. Einen Tag vor dem Weltvegantag (1. November) öffnet heute Freitag das erste vegane Hotel und Restaurant in Hamm offiziell seine Pforten. Aus dem Hotel Breuer an der Ostenallee wird "Veganalina". Geführt wird es von Alina Rüter (30), die 2014 von der Tierschutzorganisation Peta zur „Germany‘s Sexiest Vegan“ gekürt wurde. Mehr...

Arcotel und Robinson Club bieten bereits vegane Gerichte - weitere dürften folgen. Mehr...

Arcotel: Vegan-Food auf Facebook...

Neues Kochbuch aus dem Hause Hiltl/Tibits - 80 Rezepte - erscheint im Okober. Mehr...

Vegan-Koch Björn Moschinski: Gulasch ohne Fleisch - 88 Prozent der Esser glaubten, Fleisch zu essen. Bekannt geworden ist der gelernte Grafikdesigner Björn Moschinski durch raffinierte Vegan-Kombinationen und mit seiner Aktion “Gulasch Moschinski”. Wobei er ohne Wissen der Studierenden in der Kantine der Uni Bochum Gulasch ohne Fleisch aufgetischt hat. 88 Prozent  der Konsumenten sollen dabei nicht bemerkt haben, dass das Gulasch vegan war. Mehr...

Halten sich Veganer für  bessere Menschen? Das denken manche Fleischesser, die mit Spott auf die neue Ernährungsgewohnheit reagieren. Vegan.eu befragte 1071 vegan lebende Personen im Alter von 16 bis 83 Jahren, unter ihnen 70 Prozent Frauen und 30 Prozent Männer, ob sie bereits Ausgrenzungen oder Diskriminierungen wegen ihrer veganen Ernährungen erlebt hätten. Lediglich 7,3 Prozent der Befragten vegan lebenden Personen verneinten diese Frage. Demgegenüber gaben entsprechend mehr als 92Prozent der befragten Veganer an, Ausgrenzung oder Diskriminierung zu kennen. Am häufigsten beklagt wurden Verspottung (92,1Prozent, der Vorwurf des Extremismus (71,7 Prozent und die Forderung, ein nicht veganes Gericht zu essen (48,5 Prozent). Seltener berichtet wurde über allgemeine Beschimpfungen (24,9Prozent),  sowie Kontaktabbrüche oder Ausladungen (17,8 Prozent). Demgegenüber schilderten nur sehr wenige der Befragten Bedrohungen (2,1 Prozent) oder gar körperliche Angriffe (0,3 Prozent%). Mehr...

Schweiz: Warnschuss für Veganer-Eltern. Das Bundesamt für Gesundheit und die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung warnen:  In der Schweiz verzichten heute rund 80'000 Menschen auf sämtliche tierische Produkte, vor zehn Jahren waren es noch 20'000. Wer vegan lebt, dem wird ein gesunder Lebensstil attestiert. Die Vegane Gesellschaft Schweiz (VGS) geht davon aus, dass auch immer mehr Kinder auf tierische Produkte verzichten. Doch für diese kann der Lebensstil gefährlich werden. Dann nämlich, wenn es zu einer Unter- oder Nichtversorgung mit dem Vitamin B12 kommt, das bei einer gemischten Ernährung über tierische Produkte aufgenommen wird. Mehr...

Schweiz. Jung, gebildet, urban, links-grün und zudem politisch aktiv: Das ist das typische Profil von Anhängern der Vegetarier/Vegan-Bewegung. Nun fordern deren Exponenten mehr entsprechende  Kost in Mensa, Personalrestaurant und Kantine. Bürgerlichen stösst dieser Aktivismus auf - und auch der Branche dürfte besonders die tierproduktfreie,vegane Kost Sorgen bereiten. Bei deren korrekten Zubereitung werden nämlich gesonderte Produktionsabläufe gefordert. Mehr über die Forderungen der Aktivisten...

Gesundes Essen als "Ersatzreligion"...

Uni Hamburg: Falafel und Bulgur als Kassenschlager

WDR-Sendung: Vegane Ernährung gilt als einer der Megatrends in Sachen Essen - manche grossen Restaurantketten wollen den Trend nicht verpassen.  Auch die Gemeinschaftsverpflegung ist gefordert.  Jüngste Umfragen gehen davon aus, dass es sich bei konsequenten Veganern um einen Bevölkerunganteil im unteren einstelligen Prozentbereich handelt. Doch die Gruppe scheint schnell neue Anhänger zu gewinnen. Ausserdem nimmt die Zahl der "Flexitarier" ("nicht immer, aber immer öfter...") markant zu. Veganer sind gut gebildet, politisch aktiv und verstehen es, die Medien zu mobilisieren. Im Alltag begegnet man Veganern immer noch viel Skepsis. Simone Sombecki, Moderatorin der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“, lebt selbst vegan. Doch sowohl Fleischesser als auch Wissenschaftler zweifeln. Wie gesund ist vegane Ernährung wirklich? Bedeutet vegan automatisch Verzicht? Mehr...

 Gmür Zürich ("Food for Winners") präsentiert eine Reihe von veganen Tiefkühlgerichten und Zutaten wie Auberginen-Dip, Gemüse- und Maisbällchen, Kichererbsenbällchen und türkisches Püree.Mehr...

Die SV Group Schweiz erweitert im Rahmen einer exklusiven Kooperation mit Hiltl die Zusammenarbeit, wie es in der Medienmitteilung heisst. "Win-Win-Situation": Vegi-Pionier Hiltl (Hiltl Zürich, Tibits) bietet den SV-Köchen in erweitertem Masse Kurse im Hiltl Kochatelier an. Unter anderem führt ein "Advanced Kochkur in die vegane Küche ein. Mehr...

La joia, Milano - einziges Sternerestaurant mit vegetarischer Küche.  Küchenchef Pietro Leemann begeistert seine Gäste mit dem vollen Programm: Vegetarisch, Bio, Regional. Mehr...

Basel. Sentience Politics lanciert eine Volksinitiative für fleischlose Ernährung. Das Volksbegehren verlangt vom Kanton namentlich ein Leitbild, das die Auswirkungen des Tierproduktekonsums auf Klima, Ressourcen- und Landverbrauch, Gesundheit und Tierwohl aufzeigt. Zudem soll das Leitbild Empfehlungen abgeben zur Senkung des Konsum tierischer Produkte und zur Erhöhung des Anteils vegetarischer und veganer Menüs. An einer Pressekonferenz am Mittwoch wurde das Projekt Sentience Politics der Giodarno Bruno Stiftung Schweiz (GBS) vorgestellt. Mehr...

D/Die Zahl der Vegetarier und Veganer nimmt zu - ist aber gemäss aktuellen Umfragen immer noch im einstelligen Prozentbereich. "Dabei machen sie einen Lärm wie ein Froschtümpel zur Paarungszeit", sagt etwa Ernährungsspezialist Udo Pollmer (siehe unten). 25 Prozent der Bevölkerung achten  jedoch zunehmend darauf, unter welchen ökologischen und sozialen Bedingungen Lebensmittel produziert werden – und sie sind bereit, dafür auch mehr zu zahlen. Diese "bewussten Esser", geben sieben Prozent mehr für Fleisch und Wurstwaren aus. Sie legen größeren Wert auf Qualität, dafür essen sie bewusst weniger und verzichten an einigen Tagen in der Woche ganz auf Braten oder Burger. Flexitarier heißt diese neue Bewegung, die bereits einen Anteil von fast zwölf Prozent hat und damit deutlich größer ist als die der Vegetarier. Weitere zehn Prozent der Bevölkerung, so hat eine Fleischkonsum-Studie gezeigt, haben vor, in Zukunft weniger Fleisch zu essen. Der jährliche Pro-Kopf-Verzehr in Deutschland liegt seit Jahren relativ konstant bei etwa 60 Kilogramm – und damit deutlich über dem, was Ernährungsexperten für gesund halten. Mehr...

Mesa, Zürich: "Grüne Revolution" in der Spitzenküche

Stuttgart: Veganes Restaurant Körle&Adam ständig (nach eigenen Angaben) ausgebucht. Mehr...

Lebensmittelchemiker und Ernährungsspezialist Udo Pollmer: "Vegetarier behaupten, etwas Besseres zu sein". Mehr...

Vegetarisch, vegan, die Begriffe...

Da platzt der Vegetarierin der Kragen: Spinat-Ricotta-Ravioli als Standard-Vegi-Gericht in Restaurants hängen ihr zum Hals heraus