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Wed, Apr

Salmonellen-Döner: Gerichtsurteil schafft Klarheit

Gastronomie
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Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will den Phosphat-Zusatz im Döner nicht mehr zulassen. In tiefgefrorenen Döner-Spießen ist der Zusatz noch nicht geregelt, in frischen Spießen war er bisher erlaubt.

D/Mit Salmonellen befallene Dönerspieße sind nach einer positiven Eigenkontrolle vom Markt zu nehmen. Das hat jetzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in München entschieden. Mehr...

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will den Phosphat-Zusatz im Döner nicht mehr zulassen. In tiefgefrorenen Döner-Spießen ist der Zusatz noch nicht geregelt, in frischen Spießen war er bisher erlaubt.

Mehr über Hygiene und  Döner Kebab...

Vorschlag des EU-Umweltausschusses abgeschmettert: Phosphate dürfen dem Döner weiterhin zugesetzt werden. Mehr...

EU-Umweltausschuss fordert: Tiefkühlhack am Spiess soll verboten werden -  Phosphatgehalt zu hoch. Mehr...

Das Image der Dönerbuden in Zürich leidet.  Dem deutsch-türkischen Erfolgsprodukt droht gemäss einem Dönerbuden-Besitzer der Overkill - hippe Städter können dem Nullachtfuffzehn-Hackfleisch vom Elektrogrill immer weniger abgewinnen. An guten Geschäftslagen müssen immer mehr Dönerläden neuartigen Formaten weichen. Gestylte Veggie-Betriebe, Burger-Anbieter wie Holy Cow oder Fat Tony (US-Pizza) machen sich an manchen Standorten breit. Gemäss Döner-Verband bleibt die Zahl der Imbisse in der Schweiz jedoch stabil. Rund 3000 Dönerläden verarbeiteten 24 000 Tonnen Fleisch zu rund 108 Millionen Döner Kebabs. Doch ähnlich wie beim Burger ist ein starker Trend Richtung "Edeldöner" erkennbar . Mehr...

"Die Zeit des Kebabs ist vorbei", sagt der bisher gut verdienende Döner-Betreiber Keyfo Iscen. Diese Aussage ist mit Vorsicht zu geniessen. Denn Iscen will sein Lokal im Zürcher Niederdorf von der Imbissbude zum Restaurant umbauen. Das passt auch besser zum Image seines Hotels in den oberen Etagen der Liegenschaft. Einige weitere Kebab-Brater streichen die Segel und stellen auf Pasta um  - wenn auch aus anderen Gründen. Mehr..

TK-Hack am Spiess machte Karriere.  Allein in der Schweiz hat sich der Verbrauch in zehn Jahren verzehnfacht. Waren es 2004 noch 2400 Tonnen, gibt der Schweizer Dönerverband für 2015 einen Verbrauch von 24 000 Tonnen Dönerfleisch an. Dabei handelt es sich nicht mehr wie ursprünglich  auf einen Drehspiess geschichtete, dünn geschnittene Fleischstücke vom Holzkohlegrill, sondern meist um hitzebehandeltes Tiefkühl-Hackfleisch vom Elektrogrill. Ist das Fleisch am Drehspiess knusprig, wird es in der Regel mit Elektromessern tranchiert und zusammen mit verschiedenen Zutaten wie Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch-Joghurtsauce in Fladenbrote geschichtet. "Erfunden" (wenn man das Wort in diesem Zusammenhang überhaupt anwenden will) wurde das Gericht wohl in der Türkei oder in Gebieten der Turkvölker, wenn vielleicht auch in einer etwas anderen Variante: Iskender -  hier wird das Fleisch auf dem Teller über gewürfeltem Brot angerichtet -  ist nur eine der vielen traditionellen Servierarten. Im Gegensatz zu Iskender bietet der Döner eben wie der Hamburger den Vorteil, dass er als handliches Sandwich verkauft werden kann - Grundstein für den Erfolg von Fast-Food. Mehr...

 "Umgkehrt isch o gfahre": Manchmal lassen sich selbst Amerikaner von "deutsch-türkischen" Produkten überzeugen. Michael Heyne und Dominik Stein haben gemeinsam an der University of Texas in Austin BWL studiert. Beide haben schnell Heimweh bekommen, weil ihnen einige kulinarische Köstlichkeiten fehlten, mit denen sie aufgewachsen sind.  Beispielsweise Döner. Und deshalb kamen Sie auf die Idee, nach Ende Ihres Studiums ein Döner-Schnellrestaurant in den USA zu eröffnen. Mehr...

USA: Döner-Welle rollt an. Mehr...

Filmreife Story - von armen Gastarbeitern zu Millionären mit 15 Restaurants und einer Hotelkette. Nächste Episode der Saga: der türkische Clan der Aygüns,  Grossneffen und Verwandte des Döner-Erfinders Kadir Nurman (†, Bild unten),  eröffneten am 1. März 2015 die  Luxusherberge Titanic in Berlin. Es ist das zehnte Hotel der Aygüns. Clan-Chef und Nurman-Neffe Mehmet Aygün, gab sich gegenüber den Medien gerne als Erfinder des Döners "made in Berlin" aus.  Doch Onkel Kadir belegte noch kurz vor dem Tod seine eigene Version der Döner-Entstehungsgeschichte mit Zeitungsausschnitten. Aber das ist eine andere Geschichte. Mehr...

Döner-Clan investiert in Hotels: Titanic DeLuxe, Berlin, die ersten Bilder...

 

Kadir Nurman †

Wahrscheinlich der "Vater des Döners" in Deutschland, Kadir Nurman. Er stirbt mit 80...

Mehmet Aygün: Er will den Döner erfunden haben. Zumindest behauptet er es: Mehmet Aygün, der inzwischen millionenschwere Hotel- und Restaurantbesitzer. 1971 kam er nach Berlin, arbeitete anfänglich im Imbiss seines Onkels Kadir Nurman. Nun, man weiss, gute Ideen habe viele Väter. Auch Nurman, mit 80 verstorben, nahm für sich in Anspruch, den Döner erfunden zu haben. Und mit ziemlicher Sicherheit war er es, Nurman, der als Erster das Fladenbrot, gefüllt mit dünn geschnittenem Fleisch vom Spiess und Knoblauch-Yogurtsauce in Deutschland verkauft hat. Dies belegt er auch mit Zeitungsausschnitten. Aber "erfunden" (wenn man das Wort in diesem Zusammenhang überhaupt anwenden will) wurde das Gericht wohl in der Türkei, wenn vielleicht auch in einer etwas anderen Variante: Iskender -  hier wird das Fleisch auf dem Teller über gewürfeltem Brot angerichtet -  ist nur eine der vielen traditionellen Servierarten. Im Gegensatz zu Iskender bietet der Döner eben wie der Hamburger den Vorteil, dass er als handliches Sandwich verkauft werden kann - Grundstein für den Erfolg von Fast-Food. Mehr...

 

Mehmed Aygün (Bild): Er ist der Chef des Clans - die Geschäfte seines Familienunternehmens mit Hotel-Neubauten in Berlin ("Titanic") leitet jedoch Neffe Aytac H. Aygün. Mehr...

Mehmed Aygün: Er und sein Clan investieren Kebab-Millionen in Hotels