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Mon, Aug

Gelateria di Berna löst Boom aus

Gastronomie
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Symbolbild

Edelburger. Edelsteaks. Edelpommes. Edelkäse. Edel-(Craft)Beer. Edelgemüse. Die Edelproduktewelle rollt, und es ist kein Ende abzusehen. So quasi als Gegenpol zur Massenproduktion. Die Gelateria di Berna (s.unten) hat in der Schweiz einen regelrechten Edelglace-Boom ausgelöst. Seltsam, erst jetzt. Dabei ist jedem in der Branche klar, dass frisches Eis aus dem Freezer geschmacklich unschlagbar ist. An Spitzentagen soll die Gelateria-Filiale beim Freibad-Eingang Marzili bis zu 1000 Portionen vekaufen! Nun ist die Konkurrenz erwacht und plötzlich buhlen Dutzende Glaceproduzenten um die Gunst der Kunden. Mehr über eine Gelateria, die sich nicht zu den zahlreichen Newcomern zählen will...

Frühere Beiträge über Glace, Speiseeis, Gelati, Soft Ice, Frozen Yogurt...

Gelateria di Berna. Eintagsfliege? Mitnichten - auch am Pfingstsonntag (4.6.2017)  bildete sich eine riesige Menschenschlange vor der ersten Filiale der Gelateria di Berna in Zürich-Wiedikon.  Glaceliebhaber nehmen längere Wartezeiten in Kauf, um in den Genuss der Qualitätsglace zu kommen.

Nochmals Gelaterie. Die Gründerfamilie Amrein hat sich nicht getäuscht: Auch Züricher Schleckmäuler finden Eiscreme der Berner Gelateria Klasse! Und genau wie in Bern stehen die Leute im  Quartier Wiedikon an, um einen Becher oder ein Cornet Qualitätsglace zu ergattern, wie "20 Minuten" berichtet. Nebenbei: Auch das Gratisblatt hält sich jetzt an die korrekte Schreibweise - es heisst Glace und nicht "Glacé". Mehr...

Speiseeis heisst in Zürich Glacé. Mit "accent aigu" auf dem e. In Bern schreibt man Glace nach der französischen Schreibart, ohne "aigu". Seis drum. Ob mit oder ohne, dies wird den Berner Erfolgsglacemachern von der Gelateria di Berna (s.unten) einerlei sein - Hauptsache, die Kasse stimmt. Und dies dürfte eintreffen, wenn Züricher den gleichen Geschmack wie die Berner haben. Letztere stehen nämlich selbst bei schlechtem Wetter Schlange vor den inzwischen auf vier angewachsenen Läden. Nächstens gehts am Brupacherplatz in Zürich-Wiedikon ebenfalls los. Die Inhaber-Familie Amrein eröffnet dort den fünften Laden.  Mehr...

Wie einst beim Berner Schokolade-Pionier Rodolphe Lindt 1855-1909): Top-Qualität der Gelateria di Berna  führt zu Menschenaufläufen. Mehr...

Gelateria di Berna eröffnet vierten Laden in Berner Quartier. Da passiert etwas Aussergewöhnliches -  als der Berner Chocolatier Lindt einst seine berühmte Schokolade lancierte, war es wohl ähnlich. Die Menschenschlangen vor den Gelateria-Läden - selbst bei Regenwetter - sind bereits legendär. Für den beispiellosen Erfolg der beiden Gelateria-Gründer Michael Amrein und Andreas Käser beginnt sich auch die Branche zu interessieren. Mehr...

Sommer 2015: Berner stürmen Gelateria di Berna. Kunststück, werden Sie denken - bei dieser rekordverdächtigen Hitzewelle. Auch in Bern steigt das Thermometer nachmittags gegenwärtig auf 35 Grad Celsius. Für die Betreiber der Gelateria di Berna leitet solches Wetter Grosskampftage ein. In den Gelateria-Läden im Berner Länggassquartier und  im Breitenrainquartier herrscht Hochbetrieb. Vor der Filiale Nr.3 beim  Flussbad Marzili bilden sich gar lange Menschenschlangen. Die Nachfrage ist jedoch alles andere als wetterabhängig. Schon im regnerischen Juni bot sich im Marzili  fast dasselbe Bild. Die hausgemachte, mit erstklassigem Rohmaterial hergestellte Glace findet auch bei regnerischem Wetter reissenden Absatz. Ist es der "Edelburger-Effekt"? Bekanntlich müssen die bisherigen Hamburger-Platzhirsche in letzter Zeit empfindliche Einbussen hinnehmen. Die Kunden laufen ihnen davon. Wohin strömen sie? In neue Burger-Ketten wie Hans im Glück oder in Einzelbetriebe, die Qualität und Frische sorgfältig inzenieren.Möglicherweise bahnt sich für Industrie-Glacehersteller das gleiche Handicap an. Mehr über Gelateria di Berna...

Glacesaison 2014: Schweizerinnen und Schweizer griffen im Jahr 2014 weniger in die Tiefkühltruhe: Während 2013 noch 43,5 Millionen Liter industriell hergestelltes Eis verspeist wurden, waren es im vergangenen Jahr 42,9 Millionen Liter. Das ist laut dem Verband Schweizerischer Glaceproduzenten Glacesuisse auf das schlechte Wetter zurückzuführen. Zudem steige das Gesundheitsbewusstein der Konsumenten. Nun, man weiss es längst - Standard-Glace mit hohem Zucker- und Fettanteil gilt als ungesund. Der Rückgang dürfte jedoch weitere Gründe haben: Es hat sich herumgesprochen, dass sich mit einem simplen Mixer für 30 Franken/Euro (es braucht nicht ein sündhaft teurer Thermomix zu sein) hervorragende Glace herstellen lässt, wenn man beispielsweise tiefgekühlte Erdbeeren, Zucker und Rahm mixt. Ausserdem legen junge Unternehmen wie die "Gelateria di Berna" (s.unten) mit ihren hochwertigen Glacesorten markant zu.  Mehr...

Glacesaison 2015: Erfolgreiche Gastronomen planen frühzeitig. Und hier kommen die schon die ersten Neuheiten. igelati beispielsweise lanciert eine Superior Appenzeller Rahmglace mit Original Appenzeller Alpenbitter. Ebenfalls neu im Sortiment sind die Glacesorten Superiore Biberli (Rahmglace, verfeinert mit Biscuitstückchen und Mandelfüllung) Hagebutte und die farbenfrohe Konfetti-Rahmglace. Mehr...

Gelato World Cup, 18 - 22. Januar 2016, Rimini. Mehr...

Gelateria di Berna eröffnet drittes Outlet. Wer jammert denn da über das schlechte Wetter? Die Gelateria di Berna lässt sich jedenfalls  von ihrem Expansionskurs nicht abhalten und baut wacker aus. Jetzt gibts Gelateria-Glace auch im Berner Breitenrain-Quartier. Schon zuvor haben die Inhaber einen glückliches Händchen bewiesen. Gelateria Nummer 2 (nach dem Erstbetrieb im Länggass-Quartier) ist standortmässig kaum zu toppen:  Gleich gegenüber dem Haupteingang des berühmten Berner Flussbades Marzili drängen sich seit dem Frühling Leckermäuler in der Warteschlange - selbst, wenn Regen droht. Der Erfolg des Gelateria-Teams stützt die These, dass sich Konsumenten zunehmend von der Industrie-Glace abwenden. Hausaufgabe für die Nestlé- und Unilever-Leute!  Mehr über Gelateria di Berna Nr. 3...

Glaceliebhaber stürzen sich auf Spitzenqualität aus der Gelateria. Gemäss den Zahlen der Vereinigung der Schweizer Glacehersteller, Glacesuisse, befindet sich der Absatz von Speiseeis auf dem absteigenden Ast. Besonders der Glacestängel ("Eis am Stiel") findet immer weniger Abnehmer. Ein Blick in die Statistik zeigt: Noch nie seit 1979 wurde in der Schweiz weniger (industriell hergestellte) Glace gegessen als 2013. In den letzten zehn Jahren sank der Glacekonsum um über 10 Prozent – und dies trotz der Millionen-Zuwanderung.  Der Hitzesommer 2003 brachte noch das Rekordergebnis von über 55 Millionen Liter an verkauftem Speiseis. Im letzten Jahr landeten jedoch nur noch rund 43 Millionen Liter in den Kehlen der Schleckmäuler. Was sind die Gründe? Der Verband schweigt sich aus. Sicherlich hat das Wetter einen zentralen Einfluss auf die Verkäufe. Stutzig machen jedoch die regelmässigen Menschenschlangen vor den Verkaufslokalen der Newcomer wie die Gelateria di Berna und dies selbst, wenn Regen droht.
Können Giganten wie Nestlé/Frisco und Unilever ("Magnum","Cornetto") der Frische und der Spitzenqualität der handwerklichen Betriebe nicht mehr Paroli bieten? Leidet die Glaceindustrie etwa am gleichen Effekt wie McDonald's? Bekanntlich machen dem Primus die Edelburger-Betriebe arg zu schaffen. Branchen-Insider vermuten auch, dass dem Speiseeis zunehmend Konkurrenz durch eisgekühlte Getränke erwächst. Zudem hat besonders Rahmglace meist einen hohen Zucker- und Fettanteil. Tragen die ständigen Warnungen der Ernährungfachleute vor Kalorienbomben sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen endlich Früchte? Logischerweise sollten deshalb die Verkäufe von kalorienarmem Speiseeis wie Frozen Yogurt steigen. In den USA hat  Frozen Yogurt längst einen respektablen Marktanteil erobert. In der Schweizer  Statistik sucht man vergeblich nach spektakulären Veränderungen.  Sowohl Nestlé als auch Unilever (Yogood, Markteinführung Frühling 2014) bieten Frozen Yogurt an - und der Verdacht liegt nahe, dass die betreffenden Verkaufszahlen aus naheliegenden Gründen unter Verschluss gehalten werden. Offen ist ferner, was die Flut von Billig-Glacegeräten für den Haushalt auslöste. Vermutlich nicht all zu viel - siehe Teigwarenherstellung im Haushalt. Nach der anfänglichen Euphorie verschwinden wohl die meisten Glacemaschinen in der Rumpelkammer. Mehr über den Industrie-Glace-Konsum

Mehr über den Glacemarkt 2014....

Frozen Jogurt - in den USA ein alter Hut, Europa kommt auf den Geschmack.Bild.de: Ruhrpott heiss auf Eiskalt-Joghurt

Gelati. Der Trend zur Frische ist bei Fast Food/Fast Casual-Ketten seit Jahren ein dominierendes Thema. Nun kommt hierzulande auch Bewegung in die Gelateria-Szene. Wer jedoch Industrieware verkauft, hat künftig schlechte Karten. Möglichst frisch und fruchtig muss es sein, das Speiseeis - wie man es aus dem klassischen Land der Gelateria, aus Italien kennt. Diese Nachfrage nach "Gelato artigianale" machen sich junge Berner zu Nutze, die in den nächsten Wochen nach einem erfolgreichen Start im Länggass-Quartier eine Fililale beim Haupteingang zum "schönsten Flussbad der Welt", dem Marzili-Bad, eröffnen werden. Mehr...