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Wed, Aug

Kanzler Kern: "Kaffee nicht bei Starbucks trinken"

Gastronomie
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In der Kritik: Howard Schultz, der wohl erfolgreichste Gastronom aller Zeiten

Salzburg. Starbucks-Boss Howard Schultz (63) muss sich Schelte von oberster Stelle anhören. Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern forderte  in einer Rede vor SPÖ-Leuten, dass große Konzerne, wie etwa Starbucks, in Österreich Steuern zahlen. Dies sei möglich, man müsse es nur beschließen (s.auch unten). Und: "Wenn Sie der heimischen Wirtschaft etwas Gutes tun wollen, dann trinken Sie den Kaffee in einem Kaffeehaus und nicht bei Starbucks und kaufen Sie Bücher in einer heimischen Buchhandlung." Es sei nicht akzeptabel, dass nur die heimischen Unternehmen brav ihre Steuern zahlten. Mehr...

Mehr über Starbucks-Chef Howard Schultz...

Starbucks-Boss Howard Schultz (63) und seine Kollegen von multinationalen Konzernen wie Apple müssen wohl über die Bücher. Jetzt hat es der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble  auf die Steuertricks der Grossfirmen abgesehen. Der gewiefte Politiker gilt als äusserst zäher Gegner - und dürfte seine Ziele mit grosser Hartnäckigkeit verfolgen. Mehr...

Howard Schultz (63), will kürzer treten. Das hindert sein Unternehmen unter der künftigen Führung von Kevin Johnson nicht daran, ehrgeizige Pläne für die Zukunft zu schmieden. 

Howard Schultz (63), der wohl erfolgreichste Gastronom aller Zeiten, kündigt seinen Rücktritt als CEO von Starbucks an, behält aber seinen Posten als Chairman. Nachfolger und Verantwortlicher über das operative Geschäft der weltweit 25 000 Outlets wird Kevin Johnson, seit März 2015 COO des Unternehmens. Mehr...

Er ist wohl der erfolgreichste Gastronom aller Zeiten - entsprechend hoch sind Howard Schultz`jährliche Bezüge (s. Liste 2015 unten).  Die beiden Chipotle-Chefs Ells und Moran folgen in gebührendem Abstand. Und der Boss der grössten Restaurantkette der Welt, McD-CEO Steve Easterbrook (Platz 6) muss sich mit einem vergleichsweise bescheidenen Salär zufrieden geben.

1. Starbucks/Howard Schultz               $ 20 091 000

2. Chipotle Mexican/Steve Ells              $ 13 837 000

3. Chipotle Mexican/ Monty Moran        $ 13 561 000

4. Domino's Pizza/Patrick Doyle            $ 8 977  000

5. Wendy's/ Emil Brolick                       $ 8 278 000

6. McD/Steve Easterbrook                   $ 7 909 000

Die vollständige Liste der CEO-Gehälter auf nrn.com. Mehr...

Vom Habenichts zum Milliardär - ein  modernes Märchen aus dem Kaffee-Reich: Das ist die Erfolgsstory des Starbucks-Chefs Howard Schultz. Dessen virtuose Vermarktung des in den USA und Europa meistverkauften Getränks macht ihn zum wohl erfolgreichsten Gastronomen aller Zeiten. "Viel Feind - viel Ehr" lautet ein altes Sprichwort. Tatsächlich wurde Schultz in der Vergangenheit mit Preisen und Anerkennungen überschüttet. Wären da nicht die hartnäckigen Kritiker: Weltweite Steueroptimierung zwecks gnadenloser Expansion ist einer der happigsten Vorwürfe an die Adresse des Kaffee-Tycoons. Schultz wird zuweilen auch als Wolf im Schafspelz dargestellt: Unter dem Vorwand der Wohltätigkeit - Stichwort Fair Trade -  drehe das Marketing-Genie den Kunden überteuerten Kaffee an, den sie erst noch selbst an der Theke abholen müssten. Auch gegen innen werde getrickst:  Baristas würden aufgefordert, bei Wohltätigkeitprojekten mitzumachen. Starbucks wolle die Mitarbeitenden ködern, indem ihnen suggeriert wird, dass sie nicht bloss eine Nummer sind. Baristas würden damit angehalten, "die Welt ein kleines Stückchen besser" zu machen. Ohnehin will man den Leuten einreden, dass man bei Starbucks  "bei der Arbeit unter Freunden" ist. Nur selten wird publik, dass Starbucks-Mitarbeitende zuweilen gegen tiefe Löhne und harte Einsatzpläne ("Frühdienst auf Spätdienst") rebellieren.
So weit, so gut. Doch wie schaffte Schultz seinen beispiellosen Erfolg? Indem er nach eigenen Angaben das alte Sprichwort anwendet: "Stillstand ist Rückschritt". Tatsächlich fordern auch Experten wie John Weber von QSR Web, dass sich Gastronomen dem ständigen Wandel der Kundenbedürfnisse anpassen müssen. Mehr in englischer Sprache...

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