Eataly plant "Schwexit"

Gastronomie
Typography

Zeigt unerschütterlicher Optimismus: Eataly-Founder Oscar Farinetti - und bleibt Realist. Halb Gastronom, halb Detailhändler, hat die italienische Kette Eataly zuletzt kräftig in den USA und Europa expandiert. 39 Filialen gibt es bereits. Auch in die Schweiz wollte der Italiener expandieren. Nun zieht Farinetti offenbar die Reissleine für Projekte wie jenes im Lausanner Viertel Le Flon. Die Mega-Metropole London scheint den Eataly-Leuten besser geeignet. Mehr...

 

Frühere Beiträge...

Halb Gastronom, halb Detailhändler, hat die italienische Kette Eataly zuletzt kräftig in den USA und Europa expandiert. 39 Filialen gibt es bereits. Auch in die Schweiz will der Italiener expandieren. Trotz hoher Verluste will Eataly  gemäss dem seit Oktober 2016 amtierenden Eataly-Chef Andrea Guerra an die Börse. Mehr..

München. Er kam, sah - und muss jetzt wohl am Konzept feilen: 2015 startete mit  sprühendem Optimismus und viel Selbstvertrauen Feinkosthändler Oscar Farinetti  sein Eataly-Multifunktionskonzept (Gastro, Läden) in der Münchener Schrannenhalle. Dort, wo schon gestandene Gastronomen wie Käfer klein beigeben mussten.
Offiziell bestreitet Eataly Probleme, doch es kommen immer wieder Gerüchte über den Geschäftsgang auf. Da sich das Unternehmen nächstens an der Mailänder Börse Kapital für die weitere Expansion beschaffen will, wären im Moment negative Nachrichten wohl alles andere als hilfreich. Nebenbei: Ehemalige Markthallen, ähnliche Lokalitäten wie die Schrannenhalle, sind beim Publikum sehr beliebt und können sich zu regelrechten Hot Spots entwickeln. Doch kehrt die schöne Jahreszeit ein, herrscht  in Lokalen ohne Boulevard-Café, Terrasse oder Gartenwirtschaft allgemein Flaute. Im Klartext: Das kann je nach Wetter drei bis vier Monate Ebbe in der Kasse bedeuten. Gründer, also Hände weg vor grösseren Flächen von Lokalen ohne Aussengastronomie. Wobei ein gut gemachter kleiner Food-Stand vielleicht noch Rendite abwerfen kann.
Jungunternehmer sollten jedoch Betriebe ab etwa 30 Plätzen ohne Terrasse oder Garten meiden. Grossunternehmen mit mehreren "Schlecht- und Schönwetterrestaurants" im Portefeuille sind für derartige Projekte besser gerüstet und eher in der Lage, eine flexible Personalplanung aufzuziehen und Mitarbeitende dorthin zu beordern, wo Bedarf herrscht. Ausserdem können die meisten Ketten aufgrund ihres finanziellen Polsters allfällige temporäre Umsatzrückgänge (beispielsweise bedingt durch lange Schönwetterperioden) besser abfedern. Mehr über Eataly in der  Schrannenhalle...

 

Gastronomie und Warenhaus in einem - weltweite Expansion im Namen der "Italianità". Der leidenschaftliche Unternehmer und Eataly-Founder Oscar Farinetti plant nach seinem Coup in der Münchner Schrannenhalle seine nächsten Schritte: Expansion im grossen Stil in den USA, in Europa und auch in der Schweiz. Mehr... 

München: "Schranne" mit neuem Gesicht - dem Publikum scheint es zu gefallen. Doch es gibt auch kritische Kommentare, die sich auf die Preise von gewissen Produkten beziehen. Mehr...

München: Der Neustart der Schrannenhalle in der Nähe des Viktualienmarktes liegt in den Händen eines Profis: Eataly-Gründer Oscar Farinetti gilt als Spezialist für gemischte Laden-, Marktstand- und Restaurantkonzepte. In den nächsten Tagen ruft er zur Eröffnung. Mehr...

Das Gastro- und Ladenkonzept Eataly sichert sich in Lausanne-LeFlon mehrere tausend Quadratmeter. Mehr...

So sieht ein Sieger aus. Eataly-Gründer Oscar Farinetti rollt förmlich die Front auf. Nach den Erfolgen in New York und Mailand ist jetzt München an der Reihe. Der einst serbelnden Schrannenhalle will der Delikatessen-Händler und Italienbotschafter in Personalunion neues Leben einhauchen. Die Eröffnung ist auf Ende November geplant. Und die Zeichen stehen gut. Pikant: Das Eataly-Vorbild, die Berner Markthalle, wurde vor zwei Jahren wegen Unstimmigkeiten zwischen Vermieter und Mietern geschlossen. Mehr über die Eataly-Eröffnung...

Eataly Distribuzione und Signa Retail bringen in einem Joint Venture das Eataly-Konzept in Deutschland, in Österreich und in der deutschsprachigen Schweiz an den Start. Dabei werden Eataly und Signa in einem ersten Schritt Gesellschafter der Eataly Distribution Deutschland GmbH. Die Münchner Schrannenhalle ist als Flaggschiff bereits gesetzt (s.unten). Mehr...

Handelszeitung: Joint Venture mit Signa - Gastro-Unternehmen Eataly setzt zum Sprung in die Schweiz an. Zum Unternehmen Signa des millionenschweren österreichischen Investors René Benko gehören der deutsche Warenhaus-Konzern Karstadt, die Sportartikelkette Karstadt Sport sowie die deutschen Luxus-Warenhäuser der KaDeWe Group. Mehr...

 New York, Tokio, Chicago, Mailand - und bald in der Münchner Schrannenhalle.  Die Feinkost-Supermarktkette Eataly will der historischen Lokalität, einer ehemalige Getreidehalle beim Viktualienmarkt, neues Leben einhauchen. Das bisherige Konzept floppte bekanntlich - ein Steilpass für den Delikatessenhändler und selbsternannten Botschafter der Bella Italia, Oscar Farinetti. Mit Feinkost und italienischer Gastronomie will er an seine bisherigen Erfolge in grossen Städten rund um die Welt anknüpfen. Auf großer Fläche werden in der ehemaligen Maximilians-Getreidehalle ab Herbst edle italienische Produkte feilgeboten, und zwar zu stolzen Preisen. Kombiniert wird der Edelsupermarkt mit Restaurants und Kochschulen. 28 Filialen hat Farinetti inzwischen eröffnet, unter anderem in Chicago, New York und Tokio. Mehr...

Eatalian? Tönt recht ähnlich wie Eataly. Ob sich die beiden Unternehmen bald wegen Markenrechten in den Haaren liegen? Eatalian heisst die neue und überaus erfolgreiche Deli-Kette aus Hamburg. Mehr...

Markthallen - historische Bauten als moderne Food Courts.  Shopping Malls, aber auch grosse Warenhäuser, erhöhen die Attraktivität ihrer Standorte mit einem bunten Mix von günstigen Essensangeboten vom Counter: Asia Food, Burger, Mexican, Pizza/Pasta, Fisch, Regionales, Smoothie/Saft-/Salatbars, etc. - zehn bis 20 Anbieter sind keine Seltenheit. Oft sind auch Grossunternehmen wie McD dabei. Wichtigstes Merkmal: Gemeinsam betriebene Essenszone, die einzelnen Anbieter sind meist wirtschaftlich unabhängig. Gelegentlich werden auch historische Lokalitäten zu Food Courts, durchmischt mit Läden, wobei bediente Restaurants (Full Service) das Angebot abrunden. Anmerkung: Ein derartiges Konzept verfolgten die Initianten der Münchner Schrannenhalle (Schranne=Getreidespeicher). Offenbar hat sich der Angebotsmix nicht bewährt. Ab Herbst 2015 führt nun die italienische Deli-Kette Eataly die Lokalitäten. Das Eataly-Konzept hat sich bereits in New York und Mailand bewährt und findet grossen Anklang bei Kunden.
In der Berner Aushgehszene herrscht sich immer noch der Groll: 2013 ereilte ein ähnliches Konzept in Bern das jähe Ende. Die Markthalle beim Hauptbahnhof, ein bei den Kunden äusserst beliebter, mit Bäckerei, Gewürz- und Weinhandlung durchmischter Gastronomie-Hotspot wurde nicht mangels Frequenzen geschlossen, sondern weil für die Immobilienbesitzer ein einziger Mieter wie der aktuelle Mediamarkt offensichtlich die bessere Lösung darstellt. Rein kommerzielle Überlegungen wurden von Vermieterseite indessen stets abgestritten.